Ich sprühs auf jede Wand …

sang Ina Deter 1982 und wir wollen heute den Text einmal frei fortsetzen:

… neue Menschen braucht das Land.

Für die Leser, die zu jung sind, um sich an diesen Titel zu erinnern:

Was ist los in unseren Land? Wir sehen zu, wie immer mehr Menschen dank einer unbrauchbaren Reform unseres Sozialsystems, die unter dem Namen Hartz IV zweifelhaften Ruhm erlangte, diskriminiert und in eine Abwärtsspirale gedrängt werden. Wir sehen dabei zu, wie gerade durch diese Reform verstärkt immer mehr Kinder und alte Menschen in die Armutsfalle geraten. Und: Wir sehen dabei zu, wie auf diese Menschen auch noch verbal „eingedroschen“ wird und sie zu nichtsnutzigen, arbeitsfaulem Abschaum degradiert werden.

Wer sind die Menschen, die es betrifft? Unsere Nachbarn? Vielleicht ein Mitglied unserer Familie? Unsere Freunde, die bis vor 1,5 Jahren über 25 Jahre lang einen guten Job gemacht haben und in der Gesellschaft anerkannt waren?

Wir schweigen. Wir sehen zu, wie die Politik es immer weiter treibt, ziellos ohne klare Linie (oder vielleicht doch nicht?) – Menschen verachtend. Wir schweigen. Und viele von uns schweigen auch bei den Wahlen und gehen lieber gar nicht wählen, weil sie keine Politik unterstützen möchten, die ihre Nachbarn, Freunde, Familienmitglieder in diese Falle getrieben hat. Und weil sie nicht wählen gehen, tun sie es unbewusst natürlich trotzdem. Jede Stimme an eine kleine unbedeutende, ungefährliche Partei, wäre eine Absage an die Politik dieses Landes. Jede nichtgegebene Stimme unterstützt am Ende die derzeitige Politik.

Derweil zeigt unsere von vielen nicht oder eben unbewusst doch gewählte Regierung erste Auflösungserscheinungen. Wieviele Minister haben sich doch gleich in den letzten Monaten aus Ihrem Ämtern verabschiedet? Haben Sie mitgezählt? Verlassen die Ratten gut ausgestattet mit Bezügen das sinkende Schiff, weil keiner mehr Verantwortung für das übernehmen möchte, was wir in diesem Land unseren Kindern hinterlassen werden: Armut und Überschuldung?

Neue Menschen braucht das Land. – Neue Menschen und neue Ideen.

Ehrlich und mutig müssen Sie sein, wie Susanne Wiest, die eine ePetition für ein Bedingungsloses Grundeinkommen einreichte und damit die 50.000 Mitzeichnenden fand, die notwendig sind, um eine Anhörung vor dem Petitionsausschuss zu erreichen und die sich als Direktkandidatin zur Bundestagswahl aufstellen ließ.

Visionen müssen Sie haben und Macht nur gepaart mit Verantwortung einsetzen wie Götz W. Werner, Gründer der dm Drogerie Märkte, der sich schon einige Jahre für die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens einsetzt, mehrere Bücher zum Thema geschrieben hat, Vorträge hält und sehr engagiert ist.

Macht darf niemand ausüben, der sich seiner eigenen Verantwortung entzieht, indem er sich auf Gesetze beruft, die von vornherein nicht klar, nicht menschenwürdig waren und sich selbst dann damit entschuldigt, dass das ja Gesetz ist. Oder noch schlimmer: Der das Ganze dazu benutzt den Menschen, die davon unverschuldet betroffen sind einen öffentlichen „Nichtsnutzstempel“ zu verpassen.

Was müsste in unserem Land geschehen, damit wir alle eine menschenwürdige Zukunft haben? Damit wir morgen noch in den Spiegel sehen können und denken können:  Ich achte meine Mitmenschen?

Ein Parteiprogramm, das alle notwendigen Werte beinhaltet, die allen unseren Mitmenschen ein menschenwürdiges Dasein in der Zukunft versprechen, gibt es noch nicht wirklich. Eine Einfluss nehmende Partei, die auch nur ansatzweise alle Bürger dieses Landes achtet, wohl auch nicht. Wir haben unsere Politiker in guten Zeiten zu „satt“ gemacht und waren selbst zu träge Einfluss zu nehmen.

Wir wissen ja nicht einmal mehr genau – oder sind uns nicht einig darüber – was Werte sind. Da wird über Ethik in Unternehmen diskutiert und über neue und/oder alte Werte. Aber was sind Werte?

Wenn wir uns denn erst einmal darauf verständigen könnten, dass einer der wichtigsten Werte im Leben die Achtung unserer Mitmenschen ist, die alle ein menschenwürdiges Leben verdient haben, die Achtung der Tatsache, dass die eigene Freiheit spätestens an dem Punkt endet, an dem die Freiheit des anderen Menschen anfängt, dann wären wir schon ein gutes Stückchen weiter in unserer Wertevorstellung.

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen wäre ein erster Schritt dahin und würde Armut und Ungerechtigkeiten beenden. Es könnte darüber hinaus dafür sorgen, dass Arbeit neu definiert und gerechter verteilt wird.

Mehr Informationen zum Bedingungslosen Grundeinkommen und den Menschen, die sich dafür einsetzen, finden Sie über folgende Links:

http://www.unternimm-die-zukunft.de/

http://www.grundeinkommen-bundestag.de/

http://www.facebook.com/bedingungsloses.grundeinkommen

http://www.grundeinkommen.de/

http://wiki.piratenpartei.de/Bedingungsloses_Grundeinkommen

http://www.forum-grundeinkommen.de/

http://sites.google.com/site/grundeinkommenalsantwort/

Im Spiegel berichtet ein Artikel über die Veränderungen, die ein bedingungsloses Grundeinkommen in einem Dorf in Namibia mit sich brachte:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-66360399.html

http://www.given-word.de – Auch Sie können Ihr Wort geben.

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