Neue Menschen braucht das Land: Ernst Prost

Deutsche Wertarbeit. Das war vor vielen Jahren ein „Schlagwort“, das jeder Mensch in Deutschland kannte. Worauf viele stolz waren und durchaus stolz sein konnten. Wir Deutschen haben unsere Arbeit ernst genommen und Qualität geliefert. Das hat uns auch im Ausland bekannt gemacht und den Export gefördert.

Mit zunehmender Amerikanisierung und Globalisierung scheinen vor allem wir dieses Stückchen „Wertarbeit“ vergessen zu haben.

Aber dann kommt ein Unternehmer daher, der uns an Werte erinnert. Der uns in einem Werbespot darauf aufmerksam macht, dass sein Unternehmen in Deutschland produziert. Einer der Mut hat mit dem zu werben, was für uns und unsere Wirtschaft wichtig ist.

Geiz ist Geil hat uns nicht nach vorn gebracht. Wie wäre es, wenn wir alle uns entscheiden weniger, aber dafür Qualität zu kaufen. Wenn wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass wir auch mit unseren Einkäufen die heimische Wirtschaft stützen können und damit für unsere Zukunft einstehen?

Es gibt noch Qualität in Deutschland und wir können uns dafür entscheiden, dass Qualität eine Zukunft hat.
Wir können uns dafür entscheiden, dass Unternehmen, die ihre Mitarbeiter wertschätzen und klar sagen, dass die Mitarbeiter den Erfolg eines Unternehmens prägen eine Zukunft haben. Das ist auch unsere Zukunft. Wir können sie mitgestalten.

Ernst Prost, Chef bei Liqui Moly tritt bewusst dafür ein. In der Krise verspricht er seinen Mitarbeitern, dass keiner seinen Arbeitsplatz verliert, dass er lieber sein „Schloss“ verkauft. Die Mitarbeiter danken ihm diese Sicherheitsgarantie mit Ihrem ganzen Einsatz und Liqui Moly erreicht der Krise strotzend gute Betriebsergebnisse.

Damit könnte Ernst Prost nun eigentlich einfach zufrieden sein. Ernst Prost ist aber auch unbequem (für unsere Politik), denn er spricht Fehlentwicklungen offen an. Er plädiert dafür, dass Steuerbelastungen wieder gerecht und für jeden erträglich verteilt werden. Er spricht aus, was in unserem Land zur „Unsozialität“ geführt hat.

Mitten im Skandal um BP und die Umweltkatastrophe traut er sich als Unternehmer, der mit der Ölindustrie verflochten ist, etwas was ihm hätte zum Verhängnis werden können: Er boykottiert BP.

Ernst Prost bekennt sich zu Mindestlöhnen und höhere Steuersätze für Vermögende und findet das – selbst vermögend – nicht ungerecht.

Möge es mehr Menschen in diesem Land geben, die gesamtverantwortlich denken und handeln. Ich kann mich erinnern, dass mein Vater mir als Führerscheinneuling und Besitzer eines ersten fahrbaren Untersatzes Liqui Moly als Qualitätsprodukt anpries, dass mir mein erstes Auto länger erhält. Das ist Jahrzehnte her. Und wirklich: Dieses Qualitätsprodukt gibt es heute noch und einen Unternehmer, der mutig dafür wirbt. 🙂

Mehr über Ernst Prost, seine Meinungen und sein Engagement können Sie folgenden Links entnehmen:

Interview in der Frankfurter Rundschau

„Krise bekämpft man mit mehr Arbeit“

„Bevor ich jemanden entlasse, verkaufe ich das Schloss Leipheim wieder“

Der etwas andere Chef

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