Die Armutsförderer Nummer 1: Hartz IV und die Niedriglöhne

Eine aktuelle Studie der Universität Duisburg Essen hat es zutage gebracht: Mehr als 6,5 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Niedriglohnsektor. und davon verdienten rund eine Millionen Arbeitnehmer weniger als 5 Euro brutto Stundenlohn. Weitere zwei Millionen erhielten nicht mehr als 6 Euro brutto Stundenlohn.

Was die breite Öffentlichkeit daran am meisten interessierten dürfte: 80 % der geringfügig Beschäftigten verfügt über eine gute Berufsausbildung oder sogar über einen akademischen Abschluss. Der Anteil der gering Qualifizierten ist laut Studie nicht sehr hoch.
In keinem anderen Land (Industrienationen) arbeiten so viele gut Qualifizierte im Niedriglohnsektor.

Während unsere Politiker verbal auf Hartz IV Empfänger herum prügeln und die Frechheit besitzen zu sagen „Arbeit muss sich lohnen“ , von spätrömischer Dekadenz sprechen und damit versuchen Niedriglöhner und Hartz IV Empfänger gegeneinander auszuspielen, stellt sich die Wirklichkeit heraus, was dadurch vertuscht werden soll.
Die europäische Uninion hat 27 Mitgliedsstaaten. 20 davon haben einen Mindestlohn. Alle Staaten ohne Mindestlohn – außer Deutschland – haben eine starke Tarifbindung, die die Löhne nach unten absichert.

Hartz IV und die Grundgesetz widrigen Sanktionsmöglichkeiten haben die arbeitslosen Bevölkerungsteile erpressbar gemacht. Im europäischen Vergleich glänzt Deutschland aktuell mit niedrigen Arbeitslosenzahlen. Spanier träumen von diesen Zahlen, aber vielleicht sind die spanischen Arbeitslosenzahlen einfach ehrlicher?

50 Milliarden zahlt der deutsche Steuerzahler für „Aufstocker“.  Warum wehrt sich unsere Regierung so vehement gegen einen Mindestlohn?

Arbeit muss sich wieder lohnen. Das ist wohl der einzig ehrliche Spruch, der aber missbraucht wird. Eine Vollbeschäftigung werden wir mit unserem heutigen System nie wieder erreichen können. Es darf aber nicht sein, dass der Teil der Bevölkerung, der keine Beschäftigung finden kann, permanent dafür bestraft wird und wie Sklaven gehalten wird.

Wenn wir uns anschauen, was in unserem Land geschieht, sollte man sich wünschen, dass Menschen wie Götz Werner, Sascha Liebermann und vielleicht Susanne Wiest Einzug in unsere Politik halten. Ein bedingungsloses Grundeinkommen macht viele unsinnig steuerfinanzierte und menschenunwürdige Maßnahmen überflüssig. Und vielleicht arbeiten dann die meisten Menschen einfach etwas weniger und etwas sinnvoller und unsere ganze Gesellschaft profitiert von den Tätigkeiten, die dadurch erst möglich werden.

http://www.given-word.de – Auch Sie können Ihr Wort geben.


2 Gedanken zu „Die Armutsförderer Nummer 1: Hartz IV und die Niedriglöhne

  1. Pingback: Ventil FeelFree

Schreibe einen Kommentar