Was denkt Julian Assange (Wikileaks), was motiviert ihn?

Vor wenigen Tagen stellte ich die Frage, wer Julian Assange ist, was ihn motiviert. Heute habe ich einen erstaunlich sachlich recherchierten Artikel in der Süddeutschen (online) gefunden, der jedem, der sich diese Frage stellt, ein paar Antworten gibt.

Antworten, die so sehr das Gegenteil dessen darstellen, was die Politiker dieser Welt – momentan natürlich vor allem amerikanische Politiker – nach außen über diesen Mann verkünden wollen.

Wer die Presse, Kommetare in Online-Medien und Aktionen verfolgt, stellt fest: Je mehr Politiker und Presse versuchen diesem Mann und seinem Image zu schaden, desto stärker wird der Rückhalt, den er durch die Menschen der einzelnen Länder erfährt.

Julian Assange steht plötzlich vor allem für eins: Mut.

Mut aufzudecken. Mut die Dinge ganz offen in Frage zu stellen. Mut die Menschen zu bewegen, selbst wieder Mut zu entwickeln. Er gibt auch dem Mut derer, die ihm die Dokumente und Informationen liefern, ein Gesicht. Sie müssen sich nicht ganz allein in die Öffentlichkeit stellen. Er tut es für sie. Er übernimmt die Verantwortung dafür. Und: Er begibt sich offen und namentlich in Gefahr, so wie sie selbst es anonym tun.

Mut ist aber letztendlich die wichtigste Eigenschaft, die Völker / Menschen entwickeln müssen, wenn sie bemerken, das „die Welt so nicht mehr in Ordnung ist“, wenn sie bemerken, dass man nur gemeinsam mit einem neuen Bewusstsein eine Änderung herbeiführen kann.

Julian Assange schafft – je mehr er verfolgt wird – das wovon unsere Politiker nachts träumen:
Er vereint hinter sich immer mehr Menschen und das grenz- und völkerübergreifend.

Die Menschen brauchen einen Helden. Julian Assange ist auf dem besten Weg sich einen Platz in künftigen Geschichtsbüchern zu erarbeiten. Als „Freiheitskämpfer“ unserer Zeit? Als Verbreiter der Wahrheit? Als Feind der herrschenden Klasse? Als „Vertreter der Völker“?

Dabei tut Julian Assange vor allem eins: Er gibt Antwort auf die Frage „Können wir überhaupt noch etwas beeinflussen und verändern?“

Zum Artikel in der Süddeutschen: Der Gegenverschwörer