Vorsätze fürs neue Jahr …

… entstehen meist in der Sylvesternacht und halten bis … Nun, meist nicht sehr lang.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. Mahatma Gandhi, 02.10.1869 – 30.01.1948, indischer Freiheitskämpfer

2010 war ein bewegtes Jahr und unsere Erde vermittelte den Eindruck, als wenn sie ihre undankbaren Bewohner abschütteln wollte, die mit ihrem Planeten genauso achtlos umgehen, wie mit ihren Mitmenschen.

Ein kurzer Rückblick auf einige Natur-Katastrophen in 2010:

Januar:

  • Ein schweres Erdbeben vor der Küste erschüttert Haiti.

Februar:

  • Ein Erdbeben der Stärke 8,8  tötet mindestens 47 Menschen und löst für weite Teile des Pazifischen Ozeans eine Tsunami-Warnung aus.
  • Der Orkan Xynthia fordert in Spanien, Frankreich und Deutschland mehrere Todesopfer und Verletzte und verursacht erhebliche Sachschäden.

März:

  • Der Gletschervulkan Eyjafjallajökull bricht aus. Mehrere hundert Menschen werden aus betroffenen Regionen evakuiert und der Flugverkehr vorübergehend eingestellt.

April:

  • Bei schweren Überschwemmungen werden 95 Menschen getötet; 10.000 Häuser drohen bei Erdrutschen verschüttet zu werden.
  • Bei einem Erdbeben der Stärke 7,1 auf der Richterskala in der nordwestlichen Provinz von China sterben mindestens 2 039 Menschen und 10 000 weitere werden verletzt.
  • In Indien sterben durch einen Wirbelsturm mindestens 85 Menschen und über 225 weitere werden verletzt.
  • Nach einem neuerlichen Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island muss aufgrund der Aschewolke der Luftraum weiträumig gesperrt werden.

Mai:

  • In China kommen bei schweren Unwettern mindestens 38 Menschen ums Leben und mehr als 200 weitere werden verletzt.

Juni:

  • In Bangladesch, Indonesien und Myanmar kommen bei schweren Unwettern  mindestens 100 Menschen ums Leben.
  • Bei Überschwemmungen im Süden Chinas kommen mindestens 130 Menschen ums Leben und 90 weitere werden noch vermisst.

Juli:

  • Durch den Taifun Conson kommen auf den Philippinen mindestens 20 Menschen ums Leben.
  • In Pakistan kommen bei mehrtägigen Überschwemmungen im Nordwesten des Landes  mindestens 267 Menschen ums Leben.
  • Bei Waldbränden im Westen von Russland kommen mindestens 35 Menschen ums Leben.

August:

  • Bei den anhaltenden schweren Überschwemmungen im Nordwesten von Pakistan steigt die Zahl der Todesopfer auf mindestens 1.100 an.
  • Wegen anhaltender Waldbrände verhängt Präsident Dmitri Medwedew den Notstand in sieben Regionen von Russland.
  • In China kommen bei Schlammlawinen infolge heftiger Regenfälle im Nordwesten des Landes mindestens 96 Menschen ums Leben. Bei erneuten Erdrutschen im Westen des Landes kommen mindestens 29 Menschen ums Leben.
  • Auch in Indien sterben 110 Menschen bei Schlammlawinen infolge heftiger Regenfälle im Norden und mehr als 375 weitere werden verletzt.
  • Entlang der Einzugsgebiete der Lausitzer Neiße in Sachsen, Polen und Tschechien kommt es zu schweren Überschwemmungen. Mindestens neun Personen kommen dabei ums Leben, Tausende werden evakuiert.
  • Bei einem Erdrutsch im Nordosten der Türkei kommen mindestens zwölf Menschen ums Leben und mehr als sieben weitere werden verletzt.

September:

  • In Guatemala sterben mindestens 18 Menschen bei Erdrutschen infolge starker Regenfälle.
  • Durch den Taifun „Fanapi“ kommen im Süden von China mindestens 18 Menschen ums Leben und mehr als 44 weitere werden verletzt.

Oktober:

  • Bei einem Dammbruch in Ungarn wird eine Fläche von etwa 40 Quadratkilometern durch ausgetretenen Rotschlamm verseucht, wobei mindestens sieben Menschen ums Leben kommen.
  • Nach schweren Unwettern kommen in der Volksrepublik China, Indonesien und Vietnam mindestens 140 Menschen ums Leben.
  • Der Taifun Megi fordert auf den Philippinen mindestens 36 Todesopfer, während durch Unwetter in Vietnam mindestens 35 Menschen ums Leben kommen.
  • Durch anhaltend starke Regenfälle treten die Flüsse Mono und Queme in Benin über die Ufer, wovon rund 680.000 Menschen betroffen sind und rund 100.000 Menschen obdachlos werden; in der Großstadt infizieren sich etwa 800 Menschen mit der Cholera.
  • Durch Unwetter kommen in Thailand mindestens 32 Menschen ums Leben, während der Taifun Megi in der Republik China mindestens elf Menschen das Leben kostet.
  • Neun Monate nach dem schweren Erdbeben in Haiti wird das Land von einer Choleraepidemie getroffen, durch die mehr als 138 Menschen ums Leben kommen.
  • Durch ein Erdbeben vor Sumatra und einen darauffolgenden Tsunami kommen mindestens 449 Menschen ums Leben und mehr als 400 weitere werden vermisst.

November:

  • Bei einem erneuten Ausbruch des Vulkans Merapi auf der Insel Java (Indonesien) kommen mindestens 65 Menschen ums Leben.
  • Nach schweren Regenfällen stürzt das Haus der Gladiatoren in Pompeji/Italien komplett ein.

Dezember:

  • Bei Waldbränden im Norden von Isreal kommen mindestens 41 Menschen ums Leben und mehr als 17 weitere werden verletzt.
  • In Europa kommen mindestens 60 Menschen infolge des Wintereinbruches und Überschwemmungen ums Leben.
  • In Kolumbien kommen bei Erdrutschen infolge von starken Regenfällen mindestens 13 Menschen ums Leben und mehr als 200 weitere werden vermisst.
  • In Australien sind über 200.000 Menschen in 22 Orten von den schwersten Überschwemmungen seit 50 Jahren betroffen.

Wieviel die Menschen selbst zu diesen Umweltkatastropen beigetragen haben, ob dieser ungewöhnlich frühe und harte Winter in Deutschland ein Produkt unseres Verhaltens und der daraus resultierenden Klimaveränderungen ist oder gar als Produkt menschlischer Experimente der Wetterbeeinflussung zu sehen ist, bleibt noch offen.

HAARP und das Wetter, das Lieblingskind von Verschwörungstheoretikern oder vielleicht doch mehr?
Ein Hinweis, der nicht von Verschwörungstheoretikern, sondern von EU-Politikern kommt, ist schon in einem Bericht über Umwelt , Sicherheit und Außenpolitik von Januar 1999 auf der Website des Europäischen Parlaments unter der Überschrift „HAARP – Ein klimabeeinträchtigendes Waffensystem“ zu finden.

Eins ist jedenfalls klar: Wenn wir uns zu wenig für das Geschehen in Politik in der Welt interessieren, können wir anschließend niemandem die Schuld geben. Die Schuld hat jeder, der nicht aktiv wird. Wir sollten aufhören andere zu verurteilen und immer einen Schuldigen zu suchen. Wer sich die Mühe macht den Bericht von 1999 auf der Website des Europäischen Parlaments ganz zu lesen wird erkennen, dass wir Menschen nur eine Chance haben die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, wenn wir zusammenstehen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Das eingangs genannte Zitat von Mahatma Ghandi könnte deshalb der passende Vorsatz für 2011 sein: Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.