Ägypten: Berufliche und private Emanzipation einmal anders

Seit 14 Tagen schaut alle Welt auf Ägypten. Auf ein Land in dem die Menschen auf die Straße gehen, um endlich zu einem lebenswerten Leben für alle zu finden.

In Ägypten sind 25 % der Bevölkerung unter 25 Jahre alt. Ein „junges“ Volk also. Ganz anders als bei uns.  Ein studierter, ausgebildeter Zahnarzt verdient in Ägypten so wenig, dass er kaum für sich selbst geschweige denn für eine Familie sorgen kann.

Ägypten kennen die meisten Deutschen als Urlaubsziel. Nur wenige unserer Mitbürger wissen wirklich etwas über dieses Volk am Nil und über das vielleicht wichtigste arabische Land überhaupt. Außer vielleicht aus dem Geschichtsunterricht. Und mit ein wenig Nachhilfe aus der Berichterstattung der letzten 14 Tage.

Gibt es in einem Land, das immer noch – wie die meisten arabischen Länder – eher eine Männer-Domäne ist, Emanzipation?

Ja, es gibt sie und sie sieht ganz anders aus, als bei uns. Sie führt Frauen in neue Berufe, die bei uns überhaupt noch nicht wirklich von den Frauen erobert wurden.  Und das ist vielleicht auch gut so. Denn was wir inzwischen unter Emanzipation verstehen, hat auch nur Verwirrung gestiftet.

Arabische Frauen müssen ihren eigenen Weg finden und das tun sie auch.

Ladyguards …

Prominente und wohlhabende Frauen in der arabischen Welt können sich nicht einfach einen Body-Guard nehmen. Es schickt sich nicht, sich von fremden Männern beschützen zu lassen.

Welch eine Chance für arabische Frauen! Eine Chance ein ganz eigenes Selbstbewusstsein zu entwickeln und eine Stärke zu entwickeln, die sonst Männern vorbehalten ist. Vielleicht überholen uns diese Damen bald und zeigen uns auf ganz andere Weise, was weibliches Selbstbewusstsein bedeuten kann? 🙂

Aber die Ladyguards sind nur ein Teil der Entwicklungen, die sich in Ägpyten abzeichnen. Es geht hier um ein Volk, dass sich nach Freiheit sehnt. Ein Volk, das sich nicht mehr verstecken möchte. In Deutschland machen wir die Scharia zum Thema. Aber auch in Ägypten ist sie ein Thema.

Die Menschen sehnen sich nach Freiheit. Nach einem Leben, das menschenwürdig ist. Das tun sie derzeit überall auf der Welt.

Ein Film über Lesben erregt die Gemüter. Aber wie konnte er entstehen? Aus dem Wunsch nach Freiheit. Nach Akzeptanz für die Vielfalt des Lebens. Aus dem Wunsch heraus, dass niemand diskriminiert wird.

Und was tun wir hier in Deutschland? Wir lassen zu, dass Hartz IV Empfänger, Migranten und Islamisten diskriminiert werden!

Stoppt diesen Wahnsinn.
Wir sind ein Volk. Wir wollen nicht die Taschen von Wirtschaftsbossen und Politikern mit unseren Steuern füllen und uns gegeneinander ausspielen lassen.