Fasten für eine bessere Welt

Keiner von uns kann mehr einfach ausblenden, was in dieser Welt geschieht und es geschiet immer schneller.  Schneller als wir die verschiedenen Nachrichten überhaupt verarbeiten können und uns über die jeweilige Tragweite klar werden können.

Auch den uninteressiertesten Menschen müsste inzwischen aufgefallen sein, dass die Anzahl von Erdbeben oberhalb der Stärke 5,5 in den vergangenen Jahren massiv zugelegt hat. Wollen wir Japan im März 2011 als ein Erdbeben mit der Stärke 9,0 bewerten, müssen wir feststellen, dass die Anzahl der Nachbeben immens ist und viele davon auch oberhalb der genannten Stärke liegen. Siehe http://www.japanquakemap.com/

In Wikipedia finden wir eine Liste der Erdbeben, die aufgezeichnet wurden. Die jüngste Vergangenheit zeigt die Zunahme in bedenklichem Maße. Waren es Anfang der 90er noch 1-3 Erdbeben dieser Stärke pro Jahr, hat sich die Zahl Ende der 90er beschleunigt und 2010 brachten wir es bereits auf 15!

Man könnte meinen, das diese (Mutter) Erde uns abschütteln möchte, weil wir zu einem lästigen Parasiten geworden sind.

Aber Japan führt uns auch einmal mehr vor Augen, welchem durch Menschen geschaffenen Wahnsinn wir uns aussetzen. Nach Tschernobyl schauen wir jetzt auf Fukushima und auf die Atomkraftwerke dieser Welt, die in ihrer Anzahl dazu geeignet sind die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten auszulöschen.

Japan macht nur einen Teil der derzeitigen Schreckensnachrichten aus. Zur gleichen Zeit wehren sich die Menschen in der arabischen Welt gegen die Diktatur, die sie seit Jahrzehnten unterdrückt und viele in Armut leben lässt. Viele von ihnen haben dabei ihr Leben verloren und der Kampf dauert, derzeit besonders stark in Libyen, weiter an.

In unserem Land herrscht Demokratie oder zumindest sollen wir das glauben. Wie viel Mitsprache des Volkes gewünscht ist, zeigt sich bei Stuttgart 21 und ähnlichen Anlässen.

Wir sehen zu, wie unsere Gesellschaft in eine Mehrklassengesellschaft geteilt wird und unseren Mitmenschen die im Grundgesetz verankerten Rechte aberkannt werden. Die im Laufe der Zeit entstandene Politikverdrossenheit führt zu geringer Wahlbeteiligung ohne dass die Nichtwähler begreifen, dass sie mit ihrer Enthaltung genau die Parteien und Politiker stärken, die sie nicht wählen wollten.

Aber es scheint auch, als wenn die Menschen langsam aufwachen und ihre Stimme gegen eine Politik erheben, die vollkommen wirtschaftshörig geworden ist.

Letztendlich ist die Wirtschaft auf Dauer ohne die Menschen und deren „Kaufkraft“ auch einfach nichts …

Was können wir alle denn nun eigentlich tun, damit sich diese Welt wandelt und der Mensch wieder im Einklang mit der Natur und mit seines Gleichen lebt?

Wir könnten der Wirtschaft und der Politik  ganz einfach zeigen was sie ohne uns sind:

Wir üben uns in Konsumfasten … Aber keinesfalls in Wahlabstinenz!

Das Feld der Fastenmöglichkeiten ist nahezu unbegrenzt und kann ganz durch unseren gesunden Menschenverstand gesteuert werden.

E10?

Wenn für die Energiegewinnung fast mehr Energie verbraucht wird, als sie bringt und wenn diese Energie dem Fortgewegungsmittel Auto dient und für diese Energiegewinnung Landflächen genutzt werden, die Menschen „ernähren“ können, sagen wir doch einfach: Nicht mit uns, wir tanken kein E10 und sparen lieber Sprit durch Fahrgemeinschaften und Wege, die wir per Fahrrad oder zu Fuß erledigen.

Zur Erinnerung: Jeder 7. Mensch auf dieser Welt leidet unter Hunger.

Atomkraft?

Japan und Fukushima haben die Atom-Debatte erneut entfacht. Kurz vor den anstehenden Landtagswahlen wird ein Moratorium einberufen und einige Atomkraftwerke werden abgeschaltet. Die Energieriesen läuten damit direkt die nächste Runde der Preiserhöhungen ein, obwohl Einsparungen der letzten Jahre nie an Verbraucher weitergegeben wurden. Zustimmung über den Preis diktieren?
Nicht mit uns! Zeigen wir der Energie-Mafia doch einmal, dass wir Strom-Fasten können.
Es ist ganz einfach: Bei gutem Wetter Wäsche im Garten oder auf dem Balkon trocknen, wenn vorhanden. Alle Standby-Geräte bei nicht Gebrauch komplett ausschalten. Niemals Licht anlassen, wenn es gerade nicht benötigt wird. Heiztemperatur bei jeder Außentemperatur nach unten regeln.
Es geht noch mehr, wenn jeder nachdenkt.

Fasten für eine bessere Welt werde ich weiter fortsetzen.