Fachkräfte-Desaster in Zukunft dank Hartz IV?

Alle sprechen vom demografischen Wandel und von dem längst beginnenden Fach- und Führungskräftemangel. Seltsamer Weise spricht niemand im gleichen Atemzug über die beschämend hohe Quote der Kinderarmut.

Spitzenreiter ist dabei Berlin mit 35,7 %. Wenn man die Kreisebenen betrachtet, sieht es in manchen Kreisen noch schlimmer aus, wie etwa in Schwerin (38,3 Prozent), Bremerhaven (37,3 Prozent) und Rostock (34,6 Prozent). Siehe Artikel im Hamburger Abendblatt.

Woher soll der Nachwuchs denn kommen, wenn ihm schon heute die Chance auf Bildung genommen wird?

Oder glaubt irgend jemand, dass das lächerliche Bildungspaket den Kindern die Möglichkeiten auf Teilhabe und gleiche Bildungschancen einräumt?

Die Forderung nach einem Grundeinkommen für Kinder ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

„Es gibt in Deutschland jene, die der Auffassung sind, es hätten die falschen Leute Kinder. Diese Auffassung ist gefährlich. Ihr liegt ein Menschenbild zugrunde, das im Ergebnis menschenverachtend ist. Wer heute von „Unterschicht“ spricht, muss sich morgen fragen lassen, wie er den einzelnen Menschen nennen würde, den er als Teil dieser Schicht sieht. Als „Untermenschen“?“ schreibt der Autor eines Artikels in der Frankfurter Rundschau online.

Diese Auffassung ist sogar in mehrfacher Hinsicht gefährlich, da das Denken „Menschen in Hartz IV seien die Unterschicht“ vollkommen ausser Acht lässt, dass ein sehr großer Anteil der Menschen und vor allem auch der Kinder nicht aus bildungsfernen Schichten kommt, sondern aus Familien, die Opfer der Arbeitsmarktsituation und der unmöglichen politischen Entscheidung zu Hartz IV wurden.

Kinder und Jugendliche aus solchen Familien haben andere Zeiten erlebt und müssen mit der menschenverachtenden Propaganda gegen Hartz IV Empfänger aufwachsen und leiden darunter. Gleiche Bildungschancen? Chancen auf Teilhabe? Nicht in Deutschland!

Es wäre wohl vor allem Unternehmern empfohlen sich offen für ein Grundeinkommen für Kinder stark zu machen, damit sie auch morgen in Deutschland noch Fachkräfte finden.