Atomlobby: 1 Mio. Gewinn täglich oder 12 Mio. Tote?

Der Energiekonzern RWE klagt gegen das Atom-Moratorium, weil täglich eine Millionen Gewinn entgeht.  „Die deutschen Kernkraftwerke erfüllen die geltenden Sicherheitsanforderungen. Für eine Betriebseinstellung fehlt daher die rechtliche Maßgabe“, begründete der Konzern den Schritt.

Ein Artikel in Wikipedia gibt Auskunft über die Sicherheit von Biblis A. Der Absturz eines Militärflugzeuges könnte durchaus eine Katastrophe auslösen, deren Ausmaße Tschernobyl und Fukushima möglicherweise in den Schatten stellen würden.

Was ist nicht in Ordnung? Sind die Sicherheitsanforderungen so lasch, dass täglich mit dem Leben von Millionen Einwohner in Deutschland gespielt wird?

Dann wäre es sicher an der Zeit, dass die Bürger unseres Landes gegen die mangelnden Sicherheitsanforderungen klagen, die die Regierung für den Betrieb von Atomkraftwerken zugrunde legt.

Eine Studie über die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe führt vor Augen, wie unverstellbar diese langfristig sind. „Nach Tschernobyl haben Wissenschaftler abgeschätzt, welche Folgen ein Super-GAU in Deutschland haben würde. Hierbei wurde die 7-10fach höhere Bevölkerungsdichte in Deutschland berücksichtigt.“
Die erschreckenden Zahlen dazu finden sich im hinteren Teil.

Die Klage des RWE ist unter diesen Gesichtspunkten wie ein Angriff auf das Leben der Menschen in Deutschland zu empfinden. Sie ist unmoralisch und raffgierig. Sie missachtet den Wert eines Menschenleben zugunsten von Gewinnen.

Das ist vielleicht ein grundsätzliches Problem unserer Zeit. Konzerne setzen ihre Gewinne im Wert weiter über das Leben der Menschen. Wenn sich aber nichts ändert, wird eines Tages keine Kaufkraft mehr da sein, die diese Gewinne sichert oder noch schlimmer: Zu wenig Überlebende die Energie und Waren abnehmen könnten.