Warum wohl floppt das Bildungspaket?

Die Presse berichtet in diesen Tagen, dass Frau von der Leyens Prestige-Projekt, dass Bildungspaket für Kinder aus einkommensschwachen Familien zu floppen droht. Schlechte Informationspolitik soll schuld daran sein. Siehe Spiegel online und Focus.

Komisch, dass will sich mir nicht wirklich so vermitteln, denn man konnte und wollte sich der vielen Informationen in den Medien gar nicht entziehen.

Ob Printmedien, Online-Presse oder TV: Nachrichten über das Bildungspaket waren überall präsent. Frau von der Leyen sogar höchstpersönlich in Talk-Runden, in denen sie aufgrund ihrer gönnerhaften Arroganz in Bezug auf Hartz IV Empfänger zumindest auf mich einen sehr unsympathischen Eindruck machte.

Ich glaube nicht, dass die Anspruchsberechtigten nicht informiert sind. Ich glaube viel eher, dass sie sich erstmals dagegen wehren einheitlich in einen Topf gesteckt zu werden, auf dessen Deckel steht: „Diese Eltern sind unfähig das Richtige für ihre Kinder zu tun oder das Geld kommt nicht bei den Kindern an, wenn man es den Eltern direkt überweist.“

Hinzu kommt, dass das Bildungspaket die Eltern gewissermaßen zwingt ihre Kinder als „Hartz IV“ Kinder zu outen. Es gibt mit Sicherheit genügend Eltern, die sich in den letzten Jahren jeden Cent vom Munde  bzw. vom eigenen Regelsatz abgespart haben, damit ihre Kinder ein halbwegs passables Leben führen konnten und ihren Mitschülern oder anderen nicht offenlegen mussten, dass sie aus einer „Hartz IV Familie“ stammen.

Tja, Frau von der Leyen: Sieht so aus, als wenn die Eltern keine Lust auf gönnerhafte Almosen haben, die ihren Kindern „den Hartz IV Stempel“ aufdrücken und sie selbst als unfähig disqualifizieren.
So haben diese Eltern wohl leider auch keine Lust Ihren gönnerhaften ministerialen Glanz noch ein wenig zu polieren.

Aber was nun? Was wird wohl am Ende das Verfassungsgericht zu dieser ganzen Schose sagen? Ich gehe mal ganz stark da von aus, dass sowohl die neue Regelsatzberechnung, also auch das Bildungspaket genau dort wieder auf den Tisch gelangen.

Das Hilfe für Kinder in der Familie anfangen muss und das nur ein angemessener Regelsatz für Kinder auch wirklich etwas verändert, erfasst man, wenn man sich die Ernährungssituation und die Folgen vor Augen führt. Siehe Artikel auf The Epoche Times online