10 € für ein menschenwürdiges Dasein

Während gerade in der letzten Woche die Wirtschaftsnachrichten von Nachrichten über neue Milliardengewinne verschiedenster Unternehmen berichteten, wissen wir alle, das viele unserer Mitmenschen trotz einer Vollzeitarbeit arm sind. Das Millionen Menschen ein „Existenzminimum“ gezahlt wird, das wahrlich ausschließlich das Überleben sichert. Wie – das scheint dabei die wenigsten tiefer zu berühren.

Hartz IV – benannt nach Peter Hartz – lässt sich durchaus mit dessen eigener Geschichte vergleichen. Während Peter Hartz wegen Untreue in Tateinheit mit Begünstigung eines Betriebsrates verurteilt wurde, hat die nach ihm benannte Reform die Schwächsten der Gesellschaft noch mehr geschwächt und der Wirtschaft durch die ermöglichten Niedriglöhne und den Zwang, der sich auf Hartz IV Empfänger ausüben lässt, Vorteile verschafft.

Gleichbehandlung? Menschenwürde? Das Recht auf Teilhabe und Existenzsicherung? In diesem Land sind manche gleicher als die Anderen. Die Menschenwürde gilt allenfalls für die die gleicher sind. Und Sanktionen hebeln das Grundrecht auf Teilhabe und Existenzsicherung aus.

In Anbetracht dieser Fakten sind Initiativen, die sich für einen Mindestlohn und einen höheren Eckregelsatz einsetzen, unterstützenswert. Ich würde mir wünschen, die deutschen Mitbürger währen so mutig, wie die Schweizer, die sich für einen Mindestlohn von ca. 17 Euro einsetzen.

http://www.mindestlohn-initiative.ch/mindestlohn-initiative-lanciert-medienmitteilung/

Aber unterstützen wir doch erst einmal das Mindeste, was überhaupt erst ein von Jobcentern unabhängiges Leben ermöglicht und ein Überleben in Hartz IV menschenwürdig möglich macht:

Initiative für 10 € Mindestlohn und 500 € Eckregelsatz