Eine unbequeme Wahrheit: EHEC oder das Geschäft mit unserer Gesundheit

Seit etwas mehr als einer Woche drängt die Berichterstattung über EHEC andere Meldungen in den Hintergrund. Die Lage ist lebensbedrohlich und die Zahl der Erkrankungen wächst weiter. Die Berichterstattung, wenn man sie denn verfolgt hat, enthält zuviele Ungereimtheiten. Sie wirft mehr Fragen auf, als das sie Antworten gäbe.

EHEC Epedemie:

Ein unglücklicher Zufall oder ein kapitalträchtiges Spiel mit unser Gesundheit und unserem Leben?

Es sind die vielen Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten des Verlaufs der EHEC Epedemie und der Berichterstattung, die mir diese Frage schon wenige Tage nach dem Start der Berichterstattung in den Sinn kommen ließ.
Der Virologe
Alexander Kekulé war dann Mitte letzter Woche so mutig den Verdacht auszusprechen, dass Absicht hinter der EHEC Epedemie stecken könnte.
Nicht nur mich beschleicht also eine leise Ahnung.

Aber während ich noch ganz für mich privat überlege, ob hier der nächste Coup der Pharmaindustrie gelandet werden soll, überschlagen sich die Ereignisse. Schnell ist die Rede von einem möglichen biologischen  Terrorangriff.

Aber wer sind denn hier nun die Terroristen, soll hier einmal mehr die Al Kaida und die Rache der angeblich vor kurzem erfolgten gezielten Tötung Osama bin Ladens herhalten?

Ich warte derweil gespannt auf die Wundertherapie, die die Pharmaindustrie zur Behandlung bereit hält und ich werde nicht enttäuscht!

Kaum dass ich die Nachricht gefunden habe, mache ich mich auf die Suche, woher und wie sie verbreitet wurde, welches Pharmaunternehmen die Wunderwaffe herstellt und suche nach Motiven. Was ich dabei fand habe ich in die Chronologie der Berichterstattung einfließen lassen.

Es bleiben viele Fragen offen. Vor allem die:
Wer sind hier möglicher Weise die wahren Terroristen? Spekulanten, die schon mit der Spekulation auf Rohstoffe (Lebensmittel) unser Leben bedrohen?

Die gefährlichsten Terroristen unserer Zeit beobachten und beeinflussen die Börsenkurse und schlagen unbarmherzig zu. Die Gemeinschaft aller Menschen dieser Welt interessiert sie einen Dreck. Wir alle gehören nur zum Spielzeug, egal in welchem Land auf dieser Welt wir leben.

Die Chronologie der Berichterstattung zur EHEC Epedemie:

Tag eins -20.05.2011:

Das Hamburger Abendblatt berichtet über die EHEC Fälle in Hamburg.

Tag zwei – 21.5.2011:

„Was genau die Erkrankungen in Hamburg verursacht habe, sei noch nicht bekannt“ zitierte das Hamburger Abendblatt den Leiter der Gesundheitsbehörde. Von 12 Fällen allein in Hamburg ist die Rede.

Tag drei – 22.5.2011:

Nur einen Tag später nennt die Financial Times in einem Artikel mindestens 20 Fälle in Hamburg. „Wir erkennen momentan nicht, dass Fleisch hier eine Rolle spielt“ zitiert die FTD Gerhard Krause vom Robert Koch Institut.
Die Aussage von Herrn Krause erscheint sehr leichtfertig, wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht schon mehr wusste, als wir wissen sollten.

In einem weiteren Artikel der FTD vom gleichen Tag ist von 80 Erkrankten in Deutschland die Rede.
Weiter heißt es in diesem Artikel: Das RKI empfiehlt, auch bei der Verarbeitung von Gemüse auf gute Küchenhygiene zu achten sowie Bretter und Messer gründlich zu reinigen. Es gebe keine Hinweise, dass diesmal Fleisch oder Rohmilch die Infektionsquelle seien.
Schon wieder der leichtfertige Ausschluss von Infektionsquellen.

Tag vier – 23.5.11:

In einem kurzen Artikel der FTD ist an diesem Tag bereits von 200 Erkrankten die Rede und es wird erwähnt, dass nach bisherigen Erkenntnissen roh verzehrtes Gemüse als Ursache vermutet wird. In einem zweiten längeren Artikel der FTD werden am gleichen Tag dann bereits 300 Erkrankte erwähnt. Auch die Zahl der schweren lebensbedrohlichen Infektionen steigt an. In einem Artikel auf Nordbayern.de ist zu lesen, dass sich die EHEC-Fälle bereits seit der 2. Maiwoche häufen.
Die Erkrankungen sind zwar nach wie vor am stärksten in Norddeutschland zu vermelden, aber inzwischen sind viele weitere Bundesländer betroffen.

Der Verdacht Gemüse sei die Infektionsquelle wird verstärkt. Der Ernst der Lage wird mit Zahlen zu Erkrankungsfällen gesamt und Zahlen zu schweren Verlaufsformen dargestellt.

Tag fünf – 24.5.2011:

Zu einer an den Folgen von EHEC gestorbenen 83jährigen wird im Berliner Kurier erwähnt, dass diese bereits seit dem 15.5.2011 wegen des blutigen Durchfalls stationär behandelt wurde. Eine Gesamtzahl der Erkrankten für Deutschland wird hier nicht genannt. Nur, dass sich die Zahl drastisch erhöht hat. Erwähnt wird auch, dass es in NRW 3 schwere Fälle gibt und dass „Landesweit“ die Zahl der Fälle seit Mitte April auf 24 gestiegen sei.
Landesweit bezieht sich in diesem Teil des Artikels auf NRW. Aber ein Anstieg der Fälle seit Mitte April? Hat sich der Journalist vertippt oder verplaudert?
Aber halten wir fest: Eine der inzwischen Verstorbenen befand sich bereits seit dem 15.5.2011 wegen blutiger Durchfälle in stationärer Behandlung.

Tag sechs – 25.5.2011:

Welt-online berichtet, dass der VirologeAlexander Kekulé es nicht ausschließt, dass der Erreger absichtlich in Umlauf gebracht wird.
Welt online zitiert den Virologen: „
Virologe Kekule von der Universität Halle nannte den aktuellen Ausbruch im „Tagesspiegel“ „ungewöhnlich und beunruhigend“. Das HU-Syndrom sei selbst bei betroffenen Kindern und bei gesunden Erwachsenen eher selten. Auch müsse das gleichzeitige Auftreten von mehr als 400 Erkrankungen und Verdachtsfällen eigentlich schnell zur Identifizierung der Quelle führen.“
Am gleichen Tag berichtet die FTD, dass das Robert Koch Institut mitteilt eine epidemiologische  Studie hätte ergeben, dass von Erkrankten Salat, Gurken und Tomaten weitaus häufiger verzehrt wurden und warnt.
„Besonders deutlich sei das statistische Signal jedoch bei Tomaten gewesen. zitiert die FTD das Robert Koch Institut. Die Zahl der Erkrankungen ist inzwischen auf 600 gestiegen.
Tomaten werden als Infektionsquelle näher eingegrenzt und der Virologe Kekulé äußert den Verdacht auf eine möglicher Weise absichtliche Verbreitung.

Die Ärztezeitung schiebt die Vermutung des Virologen unterdes in die Verschwörungsecke, brauchbare Erklärungen oder Beweise für das Gegenteil kann sie auch nicht liefern.
Das ist wohl eine Steilvorlage für die wirklichen Verschwörungstheoretiker, die den Virologen sofort erwähnen und die EHEC Epedemie mit dem „
Fäkalien-Dschihad“ in Verbindung bringen.
Manchmal hege ich den Verdacht, dass die verrücktesten Verschwörungstheoretiker dieser Zeit in Wahrheit dafür bezahlt werden, dass sie ihren Schwachsinn verbreiten, damit kritische Äußerungen ernst zu nehmender Menschen unglaubwürdig gemacht werden können.

Tag sieben – 26.5.2011:

Die FTD berichtet, dass der Erreger auf spanischen Salatgurken gefunden wurde. Laut einem Artikel in Zeit online ist die Zahl der Erkrankungen inzwischen auf die bedrohliche Zahl von 1000 gestiegen. Auch in weiteren europäischen Ländern werden EHEC Fälle registriert. Laut der  Abendzeitung sind inzwischen 214 Fälle der schweren Verlaufsform HUS zu vermelden, die im schlimmsten Fall tödlich endet. Aber auch im Überlebensfall können dauerhafte Schäden zurückbleiben, die eine ständige Dialyse erfordern und eine Nierentransplantation zur Folge haben können.
Spanische Salatgurken als Infektionsquelle. Wieso ist dann noch niemand in Spanien an EHEC erkrankt?

Tag acht – 27.5.2011:

Der Stern berichtet über den Gurkenstreit. Zitat aus dem Artikel Die Gurken wurden mit einem Lkw abgeholt und kamen am 15. Mai in Hamburg an. Am 16. bekamen wir eine E-Mail unseres Kunden, der uns mitteilte, dass die Gurken während des Transports heruntergefallen wären. Er teilte uns mit, dass er sie trotzdem auf dem Hamburger Großmarkt verkaufen wolle.“ Die Lieferung habe insgesamt aus 180 Boxen mit Gurken bestanden.“
Wie die Suche nach dem Verursacher von statten ging, berichtet derweil das Hamburger Abendblatt.
Erkrankungen seit Mitte April? Das könnte ein Fehler des Journalisten gewesen sein.
Aber die Verstorbene, die seit dem 15.5.2011 in stationärer Behandlung war, konnte bei einer Inkubationszeit von mindestens einem Tag nicht von den Gurken gegessen haben.

Tag neun – 28.5.2011:

Der Stern berichtet von einer neuen Therapie für EHEC Erkrankte. Auch die Ärztezeitung berichtet: „Ein am Mittwoch hochrangig im „New England Journal of Medicine“ publizierter Leserbrief kommt deshalb wie gerufen: Drei Kindern, die bereits im vergangenen Jahr am HUS erkrankt waren, konnten durch den Eculizumab gerettet werden. Ihre Situation habe sich „binnen 24 Stunden nach der ersten Infusion dramatisch verbessert“, schreiben die Autoren aus Heidelberg, Paris und Montreal (NEJM 2011, online 25. Mai).“
Genau auf diese Nachricht hatte ich seit Tagen gewartet!
Es ist sicher nicht leicht für einen ganz normalen Bürger Beweise zu finden, die ein mögliches Verbrechen an den Menschen aufdecken können. Aber Ungereimtheiten lassen sich aufzeigen und Fakten zusammentragen.
Nachdenken kann jeder selbst. Vor allem darüber, warum diese Fakten nicht von denen gesammelt werden, die unser Leben schützen sollten.

Ungereimtheiten der EHEC Chronologie:

  1. Wie können spanische Gurken, die am 15.5.2011 am Hamburger Großmarkt eintrafen Verursacher der Epedemie sein, wenn eine der inzwischen Verstorbenen bereits an diesem Tag mit blutigem Durchfall ins Krankenhaus kam?
  2. Warum schlossen Mitarbeiter des Robert Koch Instituts bereits am 22.5.2011 Fleisch und Rohmilch als mögliche Quellen aus?
  3. Wie kommt es, dass erst ein hochrangig platzierter Artikel im New England Journal of Medicine und eine Information an Nierenspezialisten am Mittwoch die deutschen Ärzte auf eine mögliche Therapie aufmerksam macht, wenn einer der Autoren ein bekannter deutscher Arzt ist? Die von ihm gleichzeitig veröffentlichten Pressemeldungen dürften seinen Bekanntheitsgrad sehr steigern.

Mag sein, dass die Art der Veröffentlichung zu einer möglichen Therapie dem Ego eines deutschen Arztes zuträglich ist, der plötzlich ins Licht der Öffentlichkeit rückt.

Aber beleuchten wir doch einmal das angepriesene Wundermittel Eculizumab (Soliris®):

Zugelassen wurde der Antikörper in den USA 2007 als Mittel zur Behandlung der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie (PNH). Das ist eine seltene, klonale, erworbene und lebensbedrohliche Erkrankung blutbildender Stammzellen.
Für die Zulassung in Europa setzte man ein verkürztes Eilverfahren ein.  In der aktuellen Berichterstattung weist weder der Arzt, der den Wirkstoff für die Behandlung von EHEC anpreist noch ein einziger Journalist darauf hin, dass dieser Antikörper Meningokokken verursachen kann und dass eine Bedingung in der Zulassung lautet:

„die Verschreibung des Arzneimittels nur möglich ist, wenn überprüft wurde, dass der Patient tatsächlich eine schriftlich bestätigte Meningokokkenimpfung erhalten hat“

Auch alternative Therapien zu Beginn der Erkrankung fanden keine Erwähnung. Die sind sicher auch nicht lukrativ. Lukrativ wird die Erkrankung erst im Stadium der schweren Verlaufsform HUS.

Zu den Kosten der Therapie mit Eculizumab (Soliris®) in Wikipedia:

Der Preis für eine Infusionsflasche (300 mg) beträgt 5877,06 Euro. Die Erhaltungsdosis beträgt 900 mg Eculizumab ca. alle 14 Tage.

Bei rund 300 schwerst Erkrankten würden die Kosten für eine einzige Infusion demnach bereits mehr als 1,7 Mio. € betragen. Leider ist Wikipedia nicht zu entnehmen, wieviele Infusionen in der Akutphase notwendig erscheinen.

Wenn aber alle 14 Tage 900 mg Erhaltungsdosis notwendig sind – wie lange ist hier leider auch nicht abzulesen – summieren sich die Kosten für eine einmalige Erhaltungsdosis für die 300 schwerst Erkrankten bereits auf fast 5,3 Mio. € und die Zahl der neu Erkrankungen wächst weiter.

Mit exakten Daten zur notwendigen Therapie kommen wahrscheinlich unvorstellbare Summen zu Tage.

Wer profitiert von der EHEC Therapie – außer den Erkrankten, die mit den Risiken leben müssen und die vielleicht absichtlich infiziert wurden?

Interessant ist die Entwicklung der Aktienkurse des Herstellers im letzten Jahr, die man bei Finanzen.net einsehen kann (Grafik rechts).  In einer Analyse vom 17.5.2011 gibt Goldman Sachs eine weitere Kaufempfehlung heraus.

Wenn man bei dieser Epedemie wirklich von einem „Anschlag“ ausgehen muss, dann kommt er möglicherweise nicht von der Al Kaida oder aus dem arabischen Raum, sondern von den Spekulanten. Spekulanten, die schon längere Zeit mit der Spekulation auf Rohstoffe (Lebensmittel usw.) dafür sorgen, dass die Weltbevölkerung immer weiter in Not getrieben wird, während sich ihr Reichtum und die damit verbundene Macht häuft.

Verlierer dieses Spiels sind ganz normale Menschen und Landwirte. Allen voran gerade die spanischen Landwirte, was dieses Land mit einer Arbeitslosenquote von über 20 % noch einmal zusätzlich trifft. Aber bei allem was passiert: Der Tod unschuldiger Menschen ist niemals vertretbar!

Teil 2 – Eine unbequeme Wahrheit lesen …

Wie schreibt Stephané Hessel? Empört Euch.

Wir sollten von unserer Regierung Antworten auf die oben genannten Fragen fordern.
Wir sollten nicht ruhen, bis die wahren Verantwortlichen gefunden sind.

Und wir sollten alle Nachrichten, die uns erreichen, auf ihren Wahrheitsgehalt hin durchleuchten.
Menschen in aller Welt sind zunehmend zum Spielball einer skrupellosen Finanz- und Wirtschaftselite geworden, die längst die Politik in der Welt bestimmt.

Nehmt Stephané Hessel beim Wort: Empört Euch!

2 Gedanken zu „Eine unbequeme Wahrheit: EHEC oder das Geschäft mit unserer Gesundheit

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