Eine unbequeme Wahrheit: EHEC Chronologie – Tag 18 der Berichterstattung

EHEC nimmt kein Ende und die Chronologie wächst weiter.

Da die wöchentliche Zusammenfassung der Ereignisse mittlerweile sehr umfangreich ist, finden Sie hier – solange die EHEC Epedemie nicht eingedämmt ist – täglich oder alle zwei Tage die wichtigsten neuen Nachrichten.
Rückblick: Tag 1-9 Tag 10 – 17

Die Meldungen reißen nicht ab und der Aufruf zur Blutspende verstärkt sich. Sind wir ein Stück weiter? Nein. Die heiße Spur nach Uelzen ist eben doch leider nicht ganz so heiß wie gedacht. Dafür ist aber die Liste der Dinge, die wir meiden sollen gewachsen: Tomaten, Gurken, Blattsalate, Sprossen.

Diäten sehen eigentlich anders aus. Sollen wir jetzt etwa mehr Fleisch und Fertigprodukte essen? Aha. Verstehe. Die Lebensmittelindustrie profitiert. Damit es nicht so schwer wird, versüßt sie uns den Umstieg auch: Mit Zucker in Wurst, in Heringshappen, in Mayonaise … Na eigentlich in fast allem, was sie uns serviert.  Wer nicht so darauf steht, findet auch Produkte mit übermäßigem Salzgehalt inkl. Fluorid und Jod.

Wenn uns diese Nahrungsumstellung krank machen sollte gibt es natürlich immer noch die teuren Diätprodukte oder die Pharmaindustrie. Ist eben ein tolles Netzwerk.Ob bei den derzeitigen immer sehr allgemein gehaltenen Warnungen Landwirte  und Gärtnerhöfe insolvent werden: Wen interessiert es in der Politik?
Die Industrie hat sicher schon versprochen das mit den „Lieferausfällen“ irgendwie zu richten. Könnte sein, dass es für den Endverbraucher ein wenig teurer wird, aber der ist es ja schon gewohnt.

EHEC Spurensuche

Vielleicht war es in Uelzen ja umgekehrt: Nicht der Mitarbeiter hat sich im Betrieb mit EHEC infiziert, sondern der erkrankte Mitarbeiter hat bei der Arbeit einen Teil Sprossen versehentlich verunreinigt.
Heraus kam heute  (in der aktuellen Stunde des WDR gesendet), dass die Fragebögen für EHEC Patienten so sind, wie ich vermutete: Einseitig und nicht lösungsorientiert. Hier wird per Ankreuzmöglichkeit vorgegeben, was die Patienten möglicher Weise gegessen haben könnten.
So werden wir wohl nie hinter die Ursachen kommen und die Infektionsquellen aufdecken, bevor sie von selbst versiegt sind. Aber vielleicht ist das ja so gewollt.

Wenn wir einen EHEC Anschlag nicht ausschließen, müssten wir wohl auch von wesentlich mehr als einer Infektionsquelle ausgehen.

EHEC Chronologie

Tag 18  – 06.06.2011

„Auf ersten Proben der verdächtigten Sprossen aus Bienenbüttel wurden keine Ehec-Erreger gefunden.“ schreibt das Hamburger Abendblatt. Direkt von der „Sprossenfront“ schreibt Ralf Wiegand aus Bienenbüttel in der Süddeutschen: „Die Welt jagt ein Phantom.“


EHEC und HUS Zahlen aktuell:

 

EHEC-Erreger in Deutschland 05.06.2011

 

 

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