Der Kummerkasten oder die Wunschwand

GivenWord befasst sich seit einigen Jahren mit Menschen, die in Not geraten sind, mit sozialer Ungerechtigkeit und mit Ideen, wie wir alle die Zukunft so gestalten könnten, dass sie für jeden von uns lebenswert ist.
Grundsätzlich gibt es in der heutigen Zeit viel zu viele Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, zu viele Menschen in Not und zu viele Menschen, die sich nicht einmal einen kleinen Wunsch erfüllen können.
Mit dem Kummerkasten und der Wunschwand möchten wir einen Raum schaffen, in dem wir Menschen zusammenbringen. Menschen, die in Not sind und Menschen, die helfen können und möchten.

Notsituationen oder unerfüllbare Wünsche stellen wir in anonymisierter Form hier im Blog vor.  Menschen die helfen möchten, können Kontakt über die Website von GivenWord aufnehmen, sodass wir Hilfe-/Unterstützung-Suchende und Helfer zusammenbringen können.

Hilfe kann einfach sein und muss keine „Almosen“ bedeuten

Sie würden gerne helfen, wissen aber nicht wie und wo? Manchmal kann man das Leben eines anderen mit Kleinigkeiten verbessern, bei denen auch der Empfangende nicht als Almosenempfänger zurück bleibt. Das Wort „Nachbarschaftshilfe“ ist wie viele andere „ein wenig aus der Mode gekommen“.

Warum eigentlich? Gerade heute ist die Nachbarschaftshilfe wieder eine Form, in der wir uns Wertschätzungentgegenbringen können. Mit der Nachbarschaftshilfe können wir Menschen in Not helfen, ohne ihnen Almosen zuzuweisen und sie ihre Armut fühlen zu lassen.

Armut, Hartz IV und die Nachbarschaftshilfe

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen sich eine neue Waschmaschine, weil diese gerade im Angebot ist und diesen oder jenen Vorteil bietet, den die alte nicht bietet. Ihre gebrauchte Waschmaschine ist nicht mehr die neueste, funktioniert aber immer noch tadellos.

Für die alte Waschmaschine würden sie gebraucht nicht mehr sehr viel erzielen, aber für einen Menschen in Not, zum Beispiel einem Hartz IV Empfänger, der kein „Schonvermögen“ oder irgendwelche Rücklagen hat (das ist die Mehrheit), würdediese Waschmaschine „die Rettung“ bedeuten, weil seine kaputt ist und er keine neue anschaffen kann.

Schenken ist etwas Schönes, aber für einen „armen“ Menschen ist es nicht leicht von einem fremden Menschen etwas anzunehmen. Es lässt ihn (bzw. sie) die Armut noch deutlicher fühlen.

Biete gebrauchte, funktionstüchtige Waschmaschine gegen 10 Stunden Hemden bügeln …

Es ist nur eine Idee und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, außer sittlichen. Wie wäre es mit „moderner Nachbarschaftshilfe„?
Hilfesuchende können hier auch schreiben: Suche dringend eine Waschmaschine. Als Dankeschön biete ich 10 Stunden Hemden bügeln, Hausputz oder ….

Die Wunschwand und der Kummerkasten sollen und wollen nicht vorgeben, wie Hilfe aussehen kann und soll. Oben genannte Beispiele sind nur als Anregung zu verstehen und natürlich gibt es auch Menschen in Not, die nicht in der Lage sind eine Gegenleistung zu bieten, wie etwa ältere Menschen, die nicht mehr fit sind oder Kranke.

Lassen Sie uns einfach Ideen entwickeln zu einem menschlicheren Miteinander, bei dem keiner auf der Strecke bleiben muss.

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