Occupy und die Empörten dieser Welt viele Bewegungen oder eine einzige …?

In der deutschen Presse wird Occupy häufig als Bewegung gegen die Übermacht der Banken dargestellt, aber Occupy ist viel mehr. Occupy ist die Fortsetzung des arabischen Frühlings, der Bewegung 15m – Democracia Real Ya in Spanien und der Protest der Menschen gegen Systeme, die sich immer weiter vom Menschen entfernen.

Demokratie und Menschenrechte sind eben Errungenschaften, an denen wir alle ständig weiterarbeiten müssen.

Und das WIR hat heute ein anderes Gesicht, weil wir alle fast weltweit vernetzt sind. Und wenn nur der vernetzte Teil aktiv wird, kann er auch die Menschen miteinbeziehen, denen diese Mittel noch nicht zur Verfügung stehen. 99 Prozent drückt es besser aus, als alles andere. 99 Prozent der Menschen dieser Welt wollen einfach nur Frieden und ein Mindestmaß an Teilhabe an dieser Welt. Ein Mindestmaß, das sie vor Hunger, Armut, Ungerechtigkeit schützt und das es uns allen ermöglicht diesen Lebensraum auch für unsere Kinder noch lebenswert zu erhalten.

Wir alle sind Menschen, die eine lebenswerte Welt für sich und ihre Kinder möchten

Zu Jahresbeginn waren es die Ägypter, die mit ihren Massenprotesten Aufmerksamkeit in der Welt erregten.  Aber sie blieb nicht in Ägypten, sie blieb auch nicht auf die arabische Welt beschränkt, diese Welle, die die Menschen dieser Welt erfasst. Auch Europa ist „spätestens“ seit 15m oder Democracia Real Ya im Mai in Spanien der Welle gefolgt, die sich anfangs nur zögerlich ausbreitete. Es scheint manchmal, als wenn auch unsere Mainstreammedien die Welle nur zögerlich in ihre Berichterstattung aufnehmen.

Die Welle der Empörung

Nach der arabischen Welt und Europa, griff die Welle auf die USA über und schwappte von dort zurück nach Europa. Die Menschen sind die unsinnige Politik leid, sie haben die Nase voll von Finanzmärkten, die ihre Lebensgrundlagen immer weiter gefärden und sie verachten Investoren, die ihre Investitionen um den Preis von Hunger und Armut mit Landgrabbing und ähnlichen Aktionen tätigen.

Steckt das Geld nicht in Krieg und Vernichtung …

Steckt es lieber in die Erforschung einer Zukunft, die unseren Lebensraum erhält. Eine Zukunft, die es uns ermöglicht in Frieden miteinander zu leben. Eine Zukunft, in der wir uns achten und wertschätzen.

Auch das könnten Aussagen von den Empörten dieser Welt sein, von den Occupy’s, die Plätze und Straßen besetzen.

Will man die Hintergründe der weltweiten Proteste verstehen, braucht man sich nur anzuschauen, was aus unserer Welt geworden ist. Es ist leicht hier Argumente anzuführen, die den weltweiten Protest erklären.

  • Sie wollen nicht hungern und sie möchten eine „Überlebenssicherheit“ für sich und ihre Kinder.
  • Sie wollen nicht mehr für die  finanziellen Interessen einer kleinen Elite in Kriege ziehen, in denen sie sich gegenseitig töten.
  • Sie wollen ihre Autos auch nicht wirklich mit Bio-Sprit betanken, für den Menschen das Land weggenommen wird, auf dem sie ihre Lebensmittel anbauen könnten.
  • Sie wollen auch keinen Atomstrom, der auf Technologien beruht, die der Mensch nicht beherrschen kann, dessen „Restmüll“ ein unheilbringendes Erbe für unsere Kinder darstellt.
  • Sie würden auch keine 4 – 8 Kinder wollen, wenn das Leben sie nicht zwingen würde, auf diese Weise Vorsorge für ihr Alter zu treffen.
  • Sie wollen Politiker, die das Wohlergehen der Völker vor die Interessen von Wirtschaft und Finanzmärkte stellen.
  • Sie wollen als mündige Bürger mitentscheiden, wie unser aller Zukunft aussehen soll.

99 Prozent wollen Menschenrechte für alle Menschen in dieser Welt und ein Mindestmaß an Teilhabe

Jetzt sind es zehntausende, die in Russland gegen Putin auf die Straße gehen, weil sie ganz einfach nicht mehr wollen, das Wahlergebnisse möglicherweise gefälscht werden. Die Menschen dieser Welt wollen, dass man sie wertschätzt und ernst nimmt. Sie wollen, dass man ihren Willen hört und dass nicht ein Prozent der Menschen dieser Welt jeden Unsinn machen kann, der ihm (dem einen Prozent) in den Kopf kommt.

 

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