Gibt es noch Politiker ohne „Dreck am Stecken“?

Plagiate, Fahrerflucht, private Vergünstigungen in Form von Krediten, Bestechlichkeit mit hohen Folgekosten fürs „Volk“ und kein Ende in Sicht.

Irgendwie hat das alles langsam einen widerlichen Nachgeschmack. Da werden auf der einen Seite Sanktionen wegen minimaler Verstöße gegen ALGII Empfänger verhängt, die bis zu 100 % vorübergehender Verlust des „Existenzminimums“ bedeuten, aber unsere Herren und Damen Politiker dürfen lügen und betrügen, was das Zeug hält, während sie von unseren Steuergeldern alimentiert werden und keinerlei Sanktionen zu befürchten haben.

Weiß jemand noch was Anstand, Mitgefühl, Verantwortung und Ehre sind?

Eigentlich müssen wir alle uns fragen, wo die ganzen alten Tugenden und Werte eigentlich geblieben sind. Im Grunde haben wir alle kräftig dabei geholfen dem Werteverfall Vorschub zu leisten.

  • Wieviele Menschen halten Steuerhinterziehung (zumindest im kleinen Rahmen) für ein Kavaliersdelikt?
  • Wieviele Menschen denken, es sei ganz okay, wenn man der Versicherung, die man ja immerhin schon 15 Jahre brav bezahlt, mal einen Schaden unterjubelt, den sie eigentlich nicht zahlen müsste?
  • Wieviele Menschen lassen sich beim kleinen Händler im Ort beraten und kaufen dann beim billigsten Online-Anbieter, wettern aber gleichzeitig gegen Niedriglöhne?
  • Wieviele Menschen freuen sich, dass sie den allerbilligsten Mobilfunk- / oder Kabelnetzanbieter gefunden haben und wundern sich, wenn sie wegen außergewöhnlicher Umstände kündigen müssen, dass es keine „Kulanz“ mehr gibt?

Die Liste ließe sich noch beliebig lange fortsetzen und wenn wir in Zukunft etwas anderes als Sumpf sehen möchten, sollten wir bei uns selbst mit den Veränderungen anfangen.

Dank der (miss)BILD(denen) Presse, glauben Menschen wirklich andere hätten es nicht besser verdient, als zu hungern und Not zu leiden und treten mit dieser Meinung unser Grundgesetz mit Füssen. Aber sie zahlen gern für unsere verlogenen Politiker hohe Diäten und anschließend auch noch Pensionsbezüge, die „Normalos“ mit der gesetzlichen Rentenversicherung nie im Leben erreichen können.

„Kavaliersdelikte“ haben in deutscher Politik und Wirtschaft Tradition

Ein kleiner Ausschnitt:

Das System, in dem wir alle leben stinkt wie ein alter Fisch

Zins und Zinseszins: Der programmierte System-Tod oder warum Menschlichkeit und Solidarität in diesem System genauso an Wert verlieren (müssen), wie alle anderen ideellen Werte und Tugenden.

„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.“  (Henry Ford, 1863-1947)

Die von Henry Ford erwähnte Revolution hat sehr lange auf sich warten lassen. Die Menschen waren mit Arbeitsplätzen, ausreichend Nahrung und Vergnügen ruhiggestellt und zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sich ernsthafte Gedanken zu machen.

Das, was unser unheilbringendes Geldsystem mit sich bringt, nähert sich einmal mehr der Vollendung. Geld ist genug da, aber es stehen ihm zu wenig materielle Werte gegenüber. Arbeit kann nicht mehr ausreichend bezahlt werden. Die Menschen verdienen immer weniger oder haben gar keine Arbeit. Sie verlieren ihre Häuser und Wohnungen und am Ende haben sie Hunger.

Die Revolution hat mit dem arabischen Frühling begonnen und breitet sich langsam aber sicher über die Welt aus und dass, obwohl die Mehrzahl der Menschen immer noch nicht verstanden hat, wie unser Geldsystem funktioniert.

Wer nichts zu verlieren hat kann nur ums Überleben kämpfen

Wenn man in die einzelnen Länder, in denen die Menschen in diesem Jahr schon auf die Straße gingen, schaut – so scheint es, als wenn die Motive sehr unterschiedlich sind. Aber das täuscht.

Die Proteste wenden sich gegen die Regierungen, die die Menschen, denen nichts mehr bleibt, unterdrücken. Sie wenden sich gegen das unmenschliche Finanzsystem und gegen Korruption und Ausbeutung. Sie wenden sich gegen die Politik, Wirtschaft, das Finanzsystem und die Eliten dieser Welt. Sie wenden sich gegen 1 Prozent, das für 99 Prozent die Lebensgrundlagen vernichtet, unaufhörlich. Sie wenden sich gegen die, die ihre Armut nicht verhindern wollen.

Die Empörten dieser Welt, die 99 Prozent, Occupy – wir brauchen ein System für alle Menschen

Dieses Mal haben die Menschen etwas, was sie früher nicht hatten und deshalb hat man sie früher gegeneinander in den Krieg schicken können. Sie haben die Möglichkeit weltweit miteinander zu kommunizieren und sich zusammenzuschließen. Sie haben das Internet, sie haben Mobiltelefone und sie tauschen ihre Gedanken aus.

Fangen wir noch einmal von vorn an? Vielleicht bei den Ideen von Silvio Gesell?

 

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