Kategorie-Archiv: Armut & Hartz IV

Themen dieser Kategorie: Die neue Armut in Deutschland. Ist sie „hausgemacht“? / Rund um Hartz IV.

Verbrüderung mit dem Feind. Sätze aus dem Krieg? Nein, aus Jobcentern.

Wenn in deutschen Jobcentern Angestellten, die einem „Kunden“ in absoluter Existenznot helfen seine Existenz zu sichern „Verbrüderung mit dem Feind“ (so geschehen)  vorgeworfen wird, dann kann die Agenda 2010 mit all ihren Auswirkungen seit der Umsetzung nur „das Werk des Teufels sein“.

Seit Bekanntwerden der Agenda 2010 habe ich deren anschließende Umsetzung beobachtet. Aus meiner damaligen und heutigen Sicht war es schon immer ein menschenverachtendes Projekt, das in den vergangenen Jahren von unseren Regierungen dankbar weitergeführt wurde. Vom hochtrabenden Werbeslogan „Fördern und Fordern“ hat nur der zweite Teil Anwendung gefunden. Verbrüderung mit dem Feind. Sätze aus dem Krieg? Nein, aus Jobcentern. weiterlesen

Was Hartz IV und Sanktionen mit Schwarzer Pädagogik und dem Stanford-Prison-Experiment verbinden

Wie der normale Bürger mit einem Beruf und einer Anstellung, die seinen Lebensunterhalt sichert, Hartz IV Empfänger sieht, bestimmen die Mainstream-Medien und Politiker. Die Mehrzahl der Bürger besitzt ein negativ gefärbtes Halbwissen über Hartz IV Empfänger.

Schuld und Sühne im Christentum, oder warum wir oft „so ticken“

Wir leben in einer von christlichen Traditionen und Verhaltensmustern geprägten Gesellschaft, was sich heute allzu zu oft darin widerspiegelt, dass wir bei allem was passiert ausgiebig nach der „Schuld“ suchen, statt nach Lösungen zu suchen. Mit diesen unseren Glaubensmustern spielen seit jeher auch die Mainstream Medien und unsere Politiker.

Solange das Bild der „Sozialschmarotzer“ und „Hartz IV Betrüger“ in der Presse nur lebendig genug gehalten wird, übertragen es die Menschen nur allzugern in ihr Denken, um ihr Gewissen nicht zu belasten. Hartz IV Empfänger sind eben in der Mehrzahl Betrüger und Asoziale … und deshalb selbst schuld und haben es nicht besser verdient.

Damit lässt sich auch verdrängen, wieviele „ganz normale Menschen“, die unglücklicherweise Arbeitslos werden und gerade in der falschen Region leben, den für die Zeit falschen Beruf haben oder einfach schon ein paar Jahre zu alt sind, nach 52 Wochen in Hartz IV landen. Genauso kann man alleinerziehende Mütter oder Väter ausblenden, weil das Bild der Eltern, die Hartz IV „versaufen“ und sich nicht um ihre Kinder kümmern aus der Presse so lebendig ist.

Was aber haben Hartz IV und Sanktionen mit Schwarze Pädagogik und dem Stanford-Prison-Experiment gemeinsam? Was Hartz IV und Sanktionen mit Schwarzer Pädagogik und dem Stanford-Prison-Experiment verbinden weiterlesen

Spendenaufruf für das Jobteam Berlin und den Jobexpress

Weihnachtszeit – Zeit der Wünsche

Mitarbeiter des Jobteam BerlinDie Mitarbeiter des Jobteam Berlin, ein Projekt des Gangway e.V., haben in diesem Jahr einen besonderen Wunsch: Sie möchten 15.000 € Spenden einsammeln, damit sie ihre wichtige Arbeit für junge Menschen in Schieflagen des Lebens fortsetzen können.

Wen betreut das Jobteam Berlin?

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die von der Arbeit des Jobteams Berlin profitieren, leben zu 90 % von Hartz IV. Fehlende Ausbildung oder kein qualifizierter Schulabschluss, Wohnungslosigkeit, Überschuldung, Suchtprobleme oder psychische Störungen sind typische Probleme, mit denen diese jungen Menschen zu kämpfen haben.

Die jungen Menschen, die auf die Hilfe des Jobteams angewiesen sind, brauchen Arbeit: Raus aus „Hartz I V“ – rein in Ausbildung und Arbeitswelt.
Sie brauchen Winterkleidung, Wohnungen, Thearpie und Fürsorge: Das kostet Zeit, vor allem aber auch Geld.

Der Jobexpress und die Büros des Jobteam Berlin

Jobexpress des Jobteam BerlinFür die Betreuung dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen derzeit zwei Büros mit regelmäßigen Öffnungszeiten in Berlin zur Verfügung und der Jobexpress, ein Bus mit technischer Ausstattung und Internetzugang, mit die Mitarbeiter des Teams direkt an den Orten sein können, an denen diese jungen Menschen sich aufhalten.

Aufgrund kommunaler Sparzwänge ist die Arbeit des Jobteams gefährdet. Da wichtige Unterstützungen wegfallen, kommen künftig mehr Kosten für Miete auf das Jobteam zu und auch für den Jobexpress müssen Reparaturkosten von rund 4.000 € aufgebracht werden.

12 Jahre Arbeit Jobteam Berlin

Rund 1.200 Jugendliche konnte das Jobteam Berlin in Berlin und aus dem Berliner Umland seit seiner Gründung 1999  in eine Ausbildung, Arbeit, schulische oder berufliche Bildungsmaßnahme vermitteln. Das entspricht 100 jungen Menschen pro Jahr, die in Berlin eine neue Zukunft erhalten haben.

Weihnachten ist auch die Zeit des Schenkens

Mit einer kleinen Spende, die direkt den jungen Menschen in Not in Berlin zu Gute kommt, können Sie in diesem Jahr ein besonderes Geschenk machen:

Sie können jungen Menschen die Hoffnung auf einen Neuanfang und eine Zukunft schenken und ihnen zeigen, dass sie nicht allein gelassen werden.

Gangway e.V., Verein für Straßensozialarbeit ist als gemeinnütziger Verein registriert, daher sind Spenden zu 100 Prozent von der Steuer absetzbar.

Spendenkonto: 30 57 600 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 100 205 00
Verwendungszweck: Arbeit des Jobteams

Ausführliche Informationen über die Arbeit des Jobteams finden Sie im Netz:

http://www.jobteam-berlin.de und http://www.gangway.de.

Kontakt:
Thomas Georgi
Tel: 030-47033665 oder 0160-2118690
Mail: jobteam@gangway.de

Der Kummerkasten oder die Wunschwand

GivenWord befasst sich seit einigen Jahren mit Menschen, die in Not geraten sind, mit sozialer Ungerechtigkeit und mit Ideen, wie wir alle die Zukunft so gestalten könnten, dass sie für jeden von uns lebenswert ist.
Grundsätzlich gibt es in der heutigen Zeit viel zu viele Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, zu viele Menschen in Not und zu viele Menschen, die sich nicht einmal einen kleinen Wunsch erfüllen können.
Mit dem Kummerkasten und der Wunschwand möchten wir einen Raum schaffen, in dem wir Menschen zusammenbringen. Menschen, die in Not sind und Menschen, die helfen können und möchten.

Notsituationen oder unerfüllbare Wünsche stellen wir in anonymisierter Form hier im Blog vor.  Menschen die helfen möchten, können Kontakt über die Website von GivenWord aufnehmen, sodass wir Hilfe-/Unterstützung-Suchende und Helfer zusammenbringen können.

Hilfe kann einfach sein und muss keine „Almosen“ bedeuten Der Kummerkasten oder die Wunschwand weiterlesen

Was so eine rechte Hexe ist … Migrationshintergrund-Erhebung

Früher in einer von der Kirche dominierten Männerwelt entledigte man sich zu „starker Frauen“, die in der Lage waren Menschen zu beeinflussen, gern elegant über einen Hexenprozess.
In Zeiten, in denen unser Land in erster Linie von einer Frau regiert wird, die auch für eine halbwegs ausreichende Frauenquote in den Ministerien sorgt, können starke Frauen sich zum Segen oder zur Gefahr für die Gesellschaft entwickeln.
Die „Hexen von heute“ haben subtilere Möglichkeiten die Menschen zu manipulieren und mittels Mainstream-Propaganda die öffentliche Wahrnehmung so lenken, dass der Mehrheit nicht einmal auffällt, was sie treiben.

Als ich von der Erhebung zum Migrationshintergrund erfuhr, dachte ich erst einmal: „Was soll das jetzt?“ Was so eine rechte Hexe ist … Migrationshintergrund-Erhebung weiterlesen

Was uns Journalisten und Politiker verschweigen:

Die andere Seite von Hartz IV

Schon vor der endgültigen Umsetzung der Arbeitsmarktreformen, die heute unter dem Begriff Hartz IV bekannt  sind, habe ich mich berufsbedingt mit dem Thema befasst.
Ein Befürworter der Agenda 2010 und dieser Reformen war ich nie. Viele Befürchtungen, die ich vor der Einführung hatte, haben sich bewahrheitet.

Viel schlimmer noch: Auf unsere „zwangsverarmten“ Mitmenschen findet eine gnadenlose Hetzjagd in der Politik und in den Medien statt.

Warum ein Buch das einmal ganz eindeutig die andere Seite von Hartz IV beleuchtet, die Seite, die uns allen erklären könnte, warum die Hartz IV Empfänger nicht jeden Montag mit Millionen Menschen auf Deutschlands Straßen gegen das, was ihnen widerfährt demonstrieren, das müssen Sie selbst herausfinden. Vielleicht einfach indem sie es lesen und einmal kritisch die Berichterstattung beobachten. Was uns Journalisten und Politiker verschweigen: weiterlesen

Von armen und reichen Sozialschmarotzern…

Was ist der Unterschied zwischen armen und reichen Sozialschmarotzern?

Beide erhalten Ihre Leistungen aus Steuergeldern. Bei beiden dürfen wir, das Volk, nicht darüber mitentscheiden, wieviel sie aus unseren Steuergeldern erhalten.

Aber es gibt neben der Höhe der Leistungen einen entscheidenden Unterschied zwischen beiden Gruppen:

Die reichen Sozialschmarotzer haben sich das Recht genommen ihre monatlichen Bezüge aus unser aller Steuergeldern für sich selbst zu erhöhen. Das geht unkonventionell und schnell. Man(n) bzw. Frau weiß ja schließlich, was man monatlich so braucht.

Aktuell haben unsere reichen Sozialschmarotzer deshalb ihre Diäten erhöht. Damit man sich nicht zu oft mit diesem Thema befassen muss, wurden gleich zwei Erhöhungen beschlossen. Ab Januar 2012 gibt es monatlich 292 € mehr. Ab Januar 2013 kommt noch einmal der gleiche Betrag hinzu. 584 € monatlich innerhalb nicht einmal zwei Jahren mehr. Tolle Kiste.

292 €, das ist genau 1 € mehr, als einem Volljährigen, der noch im Haushalt der Eltern lebt, als Existenzminimum in Hartz IV zugestanden wird. Von armen und reichen Sozialschmarotzern… weiterlesen

Vitamine für Hartz IV Empfänger

Was darf man noch Essen? ist die tägliche Frage seit Ausbruch der EHEC Epedemie

Ganz ehrlich: Wenn im Discounter oder auf dem Markt Gurken, Tomaten und Blattsalate zu haben sind kaufe ich derzeit gern.

Die Gemüsepreise sind oft so günstig wie schon richtig lang nicht mehr. Genüsslich habe ich heute Abend mit meinen Kindern alle „verbotenen“ Gemüse verspeist. Nicht gekocht. Gut gewachen, wie immer. Aber roh.

Unsere armen Landwirte lassen ihr Gemüse teuer auf EHEC überprüfen und werden es dann doch nicht los. Am Ende müssen sie es eben so teuer vernichten. Vitamine für Hartz IV Empfänger weiterlesen

(S)ChaföG – Die neue Chance ins Abseits befördert zu werden

Wenn sich unsere Politiker darüber wundern, dass zu wenig qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zuwandern, dann sollten sie vielleicht langsam darüber nachdenken, ob wir ein SpraföG (Sprachvereinfachungsförderungsgesetz) brauchen.

(S)ChaföG (Chancenförderungsgesetz) ist eine neue Idee das Image unserer Frau von der Leyen aufzupolieren. Hartz IV ist unbeliebt geworden und ist so ungeeignet für die gönnerhaften Heldentaten einer Frau von (Ober)Welt. Die Leiterin des Redaktionsstabes Rechtssprache beim Bundesministerium der Justiz, Stephanie Thieme, stellte deshalb im Interview mit REGIERUNGonline die neue Kreation vor.

Der Name ist wirklich kreativ, denn 6,7 Mio. Menschen erhalten vom Staat die Chance ins Abseits befördert zu werden. Viele weitere sind nahe daran fairerweise die gleiche Chance zu erhalten. (S)ChaföG – Die neue Chance ins Abseits befördert zu werden weiterlesen

10 € für ein menschenwürdiges Dasein

Während gerade in der letzten Woche die Wirtschaftsnachrichten von Nachrichten über neue Milliardengewinne verschiedenster Unternehmen berichteten, wissen wir alle, das viele unserer Mitmenschen trotz einer Vollzeitarbeit arm sind. Das Millionen Menschen ein „Existenzminimum“ gezahlt wird, das wahrlich ausschließlich das Überleben sichert. Wie – das scheint dabei die wenigsten tiefer zu berühren. 10 € für ein menschenwürdiges Dasein weiterlesen