Wer lehrt der lernt oder auch nicht … Wulff und die Wahrheit

In der Phase der derzeitigen Berichterstattung rund um unseren (nicht vom Volk gewählten – fürs Volk war Joachim Gauck der Herzenskandidat) Bundespräsidenten kommt mir immer wieder eine Äußerung von ihm in den Sinn, die ihn für mich schon während der Wahl irgendwie disqualifiziert hat: „Sein Amt als Ministerpräsident möchte er erst niederlegen, wenn er die Stimmen für das Amt des Bundespräsidenten beisammen hat. Im Falle des Falles, hat er geäußert, wolle er in Hannover bleiben – als Regierungschef.“ zitierte die FAZ in 2010.

Das sagte damals schon aus meiner Sicht alles über ihn aus:
Am Ende ist Wulff immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Wer lehrt der lernt oder auch nicht … Wulff und die Wahrheit weiterlesen

Gibt es noch Politiker ohne „Dreck am Stecken“?

Plagiate, Fahrerflucht, private Vergünstigungen in Form von Krediten, Bestechlichkeit mit hohen Folgekosten fürs „Volk“ und kein Ende in Sicht.

Irgendwie hat das alles langsam einen widerlichen Nachgeschmack. Da werden auf der einen Seite Sanktionen wegen minimaler Verstöße gegen ALGII Empfänger verhängt, die bis zu 100 % vorübergehender Verlust des „Existenzminimums“ bedeuten, aber unsere Herren und Damen Politiker dürfen lügen und betrügen, was das Zeug hält, während sie von unseren Steuergeldern alimentiert werden und keinerlei Sanktionen zu befürchten haben.

Weiß jemand noch was Anstand, Mitgefühl, Verantwortung und Ehre sind? Gibt es noch Politiker ohne „Dreck am Stecken“? weiterlesen

Cameron und das Scheitern eines neuen EU-Vertrags

Focus schreibt heute: „Tapfer, nennen britische Zeitungen ihren Premier. Ehrlich und mutig sei sein Brüsseler Veto gewesen. Aber immer mehr vermuten, es war etwas ganz anderes: dumm. Die Fragen sind so scharf, dass Cameron im Parlament ins Stottern verfällt.“  (Artikel im Focus lesen)

Mal ganz ehrlich: Vielleicht waren Camerons Motive für ein Veto nicht ganz astrein. Aber ich war ihm dennoch dankbar. Ich weiß nicht, ob ich momentan in der Haut eines führenden Politikers stecken möchte und Wege aus dem Schlamassel finden müsste. Meine Lösungswege wären ein radikaler Systemwechsel, der sich derzeit nicht auf europäischer oder weltweiter Bühne umsetzen ließe und der einem europäischen Land allein nichts nutzen würde.

Erst Papandreou – jetzt Cameron

Erinnerin wir uns einige Wochen zurück, als Papandreou in Griechenland einen Volksentscheid forderte. Es dauerte gar nicht lange und er war „Weg vom Fenster“. Nun ist es Cameron, der im Alleingang den Mut besaß ein britisches Veto einzulegen. Mal sehen, wie lange er noch im Amt ist …

Aufmucken und Widerspruch bei Amtsentzug verboten …

Aber wir bewegen uns hier auf sehr dünnem Eis. Es ist nicht leicht Lösungen zu finden, aber schnellgestrickte Verträge sind auch keine Lösung. Sie gefährden auf Dauer die Demokratie und auch die Souveränität der europäischen Staaten. Globalisierung lässt sich nicht aufhalten, sie hat längst auch unter den Bürgern der einzelnen Länder dieser Welt gegriffen. Aber mit der Globalisierung darf die Demokratie nicht untergehen. Und die ist aus meiner Sicht gefährdet.

Ein neuer EU-Vertrag?

Wenn Europa – das auch aufgrund des Einflusses amerikanischer Rating-Agenturen mit den zauberhaften Namen Fitch, Moodeys sowie Standard & Poor’s und durch irrationales Verhalten von Anlegern und Finanzmärkten ins Trudeln geriet – nur die Wahl „Überleben oder Untergehen“ bleibt: Dann darf es sicher auch einmal einen gesonderten Vertrag geben. Aber dieser darf kein Langzeitvertrag sein, der zu Lasten unserer Demokratien geht. Er muss ein Enddatum oder eine zu erreichende Kennzahl enthalten, bei dem er erfüllt ist und zu altem Recht zurückgekehrt wird, dass man dann durchaus mit Weitsicht und langfristig anpassen und verändern kann.

Schnell gestrickte Verträge haben eine hohe Fehlerquote

Überall in Europa, den USA und der arabischen Welt gehen Menschen auf die Straße. Sie können sich online verabreden und organisieren. Das gab es früher in derart nicht und ich denke Kriege zu veranstalten wird für die Mächtigen dieser Welt schwerer, weil die Menschen der Länder sich austauschen können.

Weltweite Demonstrationen

Der arabische Frühling, 15m oder auch Democracia Real Ya oder inzwischen Occupy. Alles unterschiedliche Proteste: Ich glaube nicht.

99 Prozent der Menschen dieser Welt sind sehr ähnlich motiviert, wenn sie in dieser Zeit auf die Straße gehen und demonstrieren. Sie wollen in einer lebenswerten Welt Leben.

  • Sie wollen teilhaben ohne dass sie dabei „reich“ (an Geld und Besitz) seien müssten.
  • Sie wollen nicht mehr zusehen, wie Investoren Landgrabbing betreiben und Menschen damit ihre Lebensgundlage entzogen wird, damit an anderen Orten dieser Welt Bio-Sprit im Angebot ist.
  • Sie wollen mehr Transparenz und Ehrlichkeit in der Politik.
  • Sie wollen bei wichtigen politischen Entscheidungen, die auch ihr Leben betreffen, ein Mitspracherecht.
  • Sie wollen Regelungen für unsere entgleisten Finanzsysteme, Schuldenmacherei und unsinnigen Zinseszins.

Wollen die Menschen dieser Welt zuviel?
Nein.
Es wird Zeit, dass sie gemeinsam nach einer lebenswerten Zukunft suchen und diese Welt auch für ihre Nachfahren erhalten.

In diesem Sinne wünsche ich mir noch viele Papandreous und Camerons, weil sie mit ihren kontroversen Entscheidungen dazu beitragen, dass die Menschen nachdenken und sich darüber klar werden, was sie in Zukunft eigentlich wollen. Dabei geht es nicht darum, dass eine Nation sich von der anderen abwendet. Im Gegenteil. Wir müssen eine gemeinsame Zukunft finden.

Occupy und die Empörten dieser Welt viele Bewegungen oder eine einzige …?

In der deutschen Presse wird Occupy häufig als Bewegung gegen die Übermacht der Banken dargestellt, aber Occupy ist viel mehr. Occupy ist die Fortsetzung des arabischen Frühlings, der Bewegung 15m – Democracia Real Ya in Spanien und der Protest der Menschen gegen Systeme, die sich immer weiter vom Menschen entfernen.

Demokratie und Menschenrechte sind eben Errungenschaften, an denen wir alle ständig weiterarbeiten müssen. Occupy und die Empörten dieser Welt viele Bewegungen oder eine einzige …? weiterlesen

Die Zauberei-Läden Fitch, Moodeys sowie Standard & Poor’s

Wenn ich in den letzten Wochen so die unterschiedlichen Ratings und auch Fehlgriffe der Ratingagenturen in den Nachrichten verfolge, kommt mir sofort die assoziierte Beschreibung eines lieben Menschen in den Sinn. Was sagte sie noch?

„Wenn ich die Namen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s in den Nachrichten höre, muss ich immer an die Läden in der Winkelgasse bei Harry Potter denken … Klingt doch irgendwie wie Zauberei, was die Ratingagenturen da treiben.“ Die Zauberei-Läden Fitch, Moodeys sowie Standard & Poor’s weiterlesen

Spendenaufruf für das Jobteam Berlin und den Jobexpress

Weihnachtszeit – Zeit der Wünsche

Mitarbeiter des Jobteam BerlinDie Mitarbeiter des Jobteam Berlin, ein Projekt des Gangway e.V., haben in diesem Jahr einen besonderen Wunsch: Sie möchten 15.000 € Spenden einsammeln, damit sie ihre wichtige Arbeit für junge Menschen in Schieflagen des Lebens fortsetzen können.

Wen betreut das Jobteam Berlin?

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die von der Arbeit des Jobteams Berlin profitieren, leben zu 90 % von Hartz IV. Fehlende Ausbildung oder kein qualifizierter Schulabschluss, Wohnungslosigkeit, Überschuldung, Suchtprobleme oder psychische Störungen sind typische Probleme, mit denen diese jungen Menschen zu kämpfen haben.

Die jungen Menschen, die auf die Hilfe des Jobteams angewiesen sind, brauchen Arbeit: Raus aus „Hartz I V“ – rein in Ausbildung und Arbeitswelt.
Sie brauchen Winterkleidung, Wohnungen, Thearpie und Fürsorge: Das kostet Zeit, vor allem aber auch Geld.

Der Jobexpress und die Büros des Jobteam Berlin

Jobexpress des Jobteam BerlinFür die Betreuung dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen derzeit zwei Büros mit regelmäßigen Öffnungszeiten in Berlin zur Verfügung und der Jobexpress, ein Bus mit technischer Ausstattung und Internetzugang, mit die Mitarbeiter des Teams direkt an den Orten sein können, an denen diese jungen Menschen sich aufhalten.

Aufgrund kommunaler Sparzwänge ist die Arbeit des Jobteams gefährdet. Da wichtige Unterstützungen wegfallen, kommen künftig mehr Kosten für Miete auf das Jobteam zu und auch für den Jobexpress müssen Reparaturkosten von rund 4.000 € aufgebracht werden.

12 Jahre Arbeit Jobteam Berlin

Rund 1.200 Jugendliche konnte das Jobteam Berlin in Berlin und aus dem Berliner Umland seit seiner Gründung 1999  in eine Ausbildung, Arbeit, schulische oder berufliche Bildungsmaßnahme vermitteln. Das entspricht 100 jungen Menschen pro Jahr, die in Berlin eine neue Zukunft erhalten haben.

Weihnachten ist auch die Zeit des Schenkens

Mit einer kleinen Spende, die direkt den jungen Menschen in Not in Berlin zu Gute kommt, können Sie in diesem Jahr ein besonderes Geschenk machen:

Sie können jungen Menschen die Hoffnung auf einen Neuanfang und eine Zukunft schenken und ihnen zeigen, dass sie nicht allein gelassen werden.

Gangway e.V., Verein für Straßensozialarbeit ist als gemeinnütziger Verein registriert, daher sind Spenden zu 100 Prozent von der Steuer absetzbar.

Spendenkonto: 30 57 600 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 100 205 00
Verwendungszweck: Arbeit des Jobteams

Ausführliche Informationen über die Arbeit des Jobteams finden Sie im Netz:

http://www.jobteam-berlin.de und http://www.gangway.de.

Kontakt:
Thomas Georgi
Tel: 030-47033665 oder 0160-2118690
Mail: jobteam@gangway.de

Der Kummerkasten oder die Wunschwand

GivenWord befasst sich seit einigen Jahren mit Menschen, die in Not geraten sind, mit sozialer Ungerechtigkeit und mit Ideen, wie wir alle die Zukunft so gestalten könnten, dass sie für jeden von uns lebenswert ist.
Grundsätzlich gibt es in der heutigen Zeit viel zu viele Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, zu viele Menschen in Not und zu viele Menschen, die sich nicht einmal einen kleinen Wunsch erfüllen können.
Mit dem Kummerkasten und der Wunschwand möchten wir einen Raum schaffen, in dem wir Menschen zusammenbringen. Menschen, die in Not sind und Menschen, die helfen können und möchten.

Notsituationen oder unerfüllbare Wünsche stellen wir in anonymisierter Form hier im Blog vor.  Menschen die helfen möchten, können Kontakt über die Website von GivenWord aufnehmen, sodass wir Hilfe-/Unterstützung-Suchende und Helfer zusammenbringen können.

Hilfe kann einfach sein und muss keine „Almosen“ bedeuten Der Kummerkasten oder die Wunschwand weiterlesen

Duldung von europäischen Demos, aber nur bis zu einer bestimmten Teilnehmerzahl

Wenn man in den vergangenen Monaten genau hingeschaut hat, was Demonstrationen in Europa betrifft, dann gibt es im Sinne der Demokratie einen gewissen „Duldungsgrad“. Aber der hat eine Grenze, wenn der Protest zu groß und damit zu auffällig für die Weltöffentlichkeit wird.

Wir Deutschen geraten bei Demos eigentlich selten in die Gefahrenzone …

Seit Jahren denke ich „Was muss eigentlich noch passieren, damit die Deutschen in Massen auf die Straßen gehen und protestieren?“ Duldung von europäischen Demos, aber nur bis zu einer bestimmten Teilnehmerzahl weiterlesen

Schmidt und Steinbrück: Bei Jauch konnten wir erfahren, wofür das „S“ in der SPD steht

Man ist ja in Deutschland immer sehr darauf bedacht, dass man mit einem geäußerten Verdacht nicht in die Ecke der Verschwörungstheoretiker geschoben wird, aber so manche ehemalige Verschwörungstheorie ist im Verlauf der Zeit dann bittere Wahrheit geworden.

„K“ wie Klartext in der Krise oder wie Kanzlerkandidat oder auch „B“ wie Bilderberger

Wer gestern Abend Helmut Schmidt und Per Steinbrück in einer beispiellosen PR-Kampagne für den neuen Kanzlerkandidaten bei Günther Jauch unter dem Sendungstitel „Klartext in der Krise“ gesehen und gehört hat und sich erinnert, dass der gute Herr Steinbrück in diesem Jahr Gast bei den Bilderbergern war, zählt vielleicht eins und eins zusammen. Schon im Juni spekulierte man aufgrund seiner Teilnahme über eine mögliche Kanzlerkandidatur.

Wofür steht es eigentlich noch, das „S“ in der SPD? Für Sozial oder für Schmidt, Schröder oder für Steinbrück? Schmidt und Steinbrück: Bei Jauch konnten wir erfahren, wofür das „S“ in der SPD steht weiterlesen

Macht: Wer zieht wirklich die Fäden in dieser Welt?

Die von Schweizer Anylisten mit mehr als 37 Mio. Einzeldaten internationaler Unternehmen und Investoren aus dem Jahr 2007 durchgeführte Analyse, die ein wenig Licht in das Dunkel der Verflechtungen von Banken und Wirtschaftskonzernen bringen soll, findet bei uns in der Presse erstaunlich wenig bis gar kein Echo. Dabei müssten die Beteiligungsverhältnisse zwischen Weltkonzernen und Finanzwelt gerade jetzt in der Finanz- und Schuldenkrise für Politik und Bevölkerung von größtem Interesse sein.

Ein Artikel im Online-Portal The Intelligence beleuchtet die Ergebnisse der Analyse, die zeigt, dass rund 40 % der gesamten Weltwirtschaft von gerade einmal 147 Unternehmen kontrolliert werden.  Zu vorderst, wer hätte das jetzt gedacht: Banken. Lesen Sie den gesamten Artikel bei The Intelligence.