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Demokratie in Gefahr: Eliten, Finanzjongleure und wir 99 Prozent

Die Demokratie, sofern man sie derzeit überhaupt noch so nennen kann, steht auf Messers Schneide und wir alle müssen aufmerksam sein und echte Demokratie für uns einfordern. Nicht nur in Deutschland. Die Welt ist ein globales Dorf geworden und die 99 Prozent, die mit dem arabischen Frühling, echte Demokratie jetzt und Occupy auf die Straßen dieser Welt gehen, sind eben nur gemeinsam die 99 Prozent, die den Irrsinn einer elitären kleinen Gruppe von Menschen beenden können.

Der Nachrichten-Dschungel

Wenn man sich derzeit anschaut, auf welch morschem Fundament unsere sogenannte Demokratie steht, versteht man, warum die Piraten oder auch kleinere Parteien und Bewegungen zu echter, direkter Demokratie großen Zulauf haben.

Selbst wenn jeder von uns täglich 2 – 3 Stunden opfern würde, um in Print- und Online-Medien, in Funk und Fernsehen oder auch auf vielen informativen Seiten mit investigativem Journalismus nach Nachrichten zu suchen, die uns einen Überblick über das Geschehen in Politik, in Wirtschaft und auf den Finanzmärkten geben, hätte er keine Chance.

Nimmt man sich einmal richtig viel Zeit und recherchiert, bleibt das reale Gefühl man wäre in einen tiefen, dunklen, stinkenden Sumpf geraten.

Der Versuch die Weltbevölkerung in viele kleine Teile zu zerschlagen

Medien und unsere Politiker forcieren seit Jahren Propaganda, die das Volk in viele kleine Einheiten spaltet. Man erinnere sich nur an die Presseflut zu den Sozialschmarotzern in Hartz IV und multikulti ist tot und von integrationsunwilligen Migranten, um einige Beispiele zu nennen.

Das geschieht aber nicht nur in Deutschland, das geschieht in vielen Ländern, in Kontinenten, in der Welt. Denn wenn die 99 Prozent der Menschen, die die dummen Schafe spielen, bemerken, dass sie erst gemeinsam stark sind, dann ist der Teufel los. Nun jedenfalls für die Eliten dieser Welt und die Politiker, die sich in diesem System ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben und es fleißig auch heute noch tun.

Die Sorge davor, dass es neue Kriege geben wird

Wenn erst genügend Menschen in Europa und in der Welt hungern, lässt sich der Hass aufeinander schüren und es können Schuldige präsentiert werden, gegen die man dann kämpfen kann, damit es besser wird. Die Schuldigen sitzen natürlich nicht in SUV’s und wohnen in Nobelvierteln. Die Schuldigen werden andere Nationen sein.

Ich kenne einige ältere Menschen, die sagen: „Diese Zeit fühlt sich an, als wenn ein neuer Krieg naht.“
Sie wissen, wovon sie reden. Sie haben es schon einmal erlebt.

Ein junger, mir sehr nahestehender Mann, ein Computergenie unserer Zeit sagt: „Der nächste Krieg findet im Internet statt.“

Der Internet-Krieg hat längst begonnen, aber er sieht etwas anders aus, als die meisten von uns ihn sich vorgestellt hätten. Zumindestens der Anfang. Das Internet ist zu einer ungeahnten Gefahr für die Eliten dieser Welt geworden, weil einfache Menschen sich weltweit austauschen. Sie können sich gegenseitig informieren und sich miteinander solidarisch zeigen. Sie können weltweit Protestaktionen aus dem Boden stampfen und so manch elitäre Pläne vereitelen.

Noch gelingen Kriege im Irak, in Afganistan oder vielleicht in kürze im Iran. Ob ein Krieg gegen ein Land jemals gerechtfertigt sein kann, wenn die Menschen dieses Landes niemanden in anderen Ländern angreifen? Aber Kriege sind lukrativ für Länder, die große Waffenindustrien haben und wirtschaftlich starke Interessen hegen. Sie rechtfertigen sogar neue Staatsschulden. Und in der Regel bringen sich die einfachen Menschen gegenseitig um, während die Eliten zuschauen.

Soziale Netzwerke als globale Gefahr

Je mehr sich die Menschen dieser Welt vernetzten, desto schwieriger wird es ihnen vorzumachen, dass die anderen die Bösen sind. Es ist deshalb verständlich, dass das Internet für die Mächtigen dieser Welt zu einer zunehmenden Gefahr wird. In einigen Ländern gibt es eine Internetzensur, die verhindern soll, dass die Menschen des jeweiligen Landes zu viel aus der Welt erfahren.

Der arabische Frühling, Democracia real ya (echte Demokratie jetzt) in Spanien, Proteste in anderen Ländern und schließlich Occupy, ausgehend von den USA als neue Protestwelle in der Welt, sind Gefahren für das derzeitige System. Wenn 99 Prozent einig werden, werden unsere derzeitigen Politiker, Wirtschaftsbosse, Finanzjongleure und die ewig profitierenden Eliten ihren Platz in dieser Welt verlieren.

Wie es um die Demokratie bestellt ist, beschreibt ein Artikel auf den Nachdenkseiten sehr schön.

Wir, die 99 Prozent, sind die wahre Gefahr!

Wie man diese Gefahr unauffällig auch in den USA und Europa eindämmen möchte, können wir alle an Sopa, Pipa und Acta erfahren. Die Polen haben für uns die erste Revolution zu ACTA gewonnen. Wir müssen es ihnen nur nachmachen. Deutschlandweit wird am 11. Februar zu Demonstrationen gegen ACTA aufgerufen. Man sagt uns ja nach, dass wir auch in der Revolution erst eine Bahnsteigkarte kaufen müssen, deshalb dauert es hierzulande etwas länger.

Wir werden täglich massenhaft mit Nachrichten überflutet. Das, was in den Nachrichten für uns alle wichtig wäre, bleibt dabei oft unter ferner liefen verdeckt. Was in Griechenland mit den Menschen geschieht ist oft nur eine Randnotiz. Ein Artikel in Zeit-online im Dezember malt ein Bild von Griechenland, das jeder von uns verstehen kann. Und es ist seit Dezember noch schlimmer geworden.

Auch in Spanien tut sich vieles, wenn auch über Spanien nicht sehr viel berichtet wird. Yo no pago und Yo no para … Solidarität in Spanien.

Ich könnte noch weitere Informationen aus Europa zusammentragen, aber es würde zuviel für einen Artikel werden.

Die Rolle der Finanzjongleure

„Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.“  (Henry Ford, 1863-1947)

Vielleicht verstehen wir immer noch nicht alles, aber mit Occupy sind wir auf dem Weg uns für die Machenschaften der Banken und Spekulateure zu interessieren.

Auf die Schnelle habe ich zwei Quellen recherchiert, die einfache Auskunft zu unserem Geldsystem geben:

Unser Geldsystem – ein System mit Verfallsdatum

Steuerboykott:  „Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“

Man nehme auch hier nicht alles als das Non-Plus-Ultra. Es geht darum zu verstehen, was im System an sich nicht funktionieren kann.

Occupy richtet sich in erster Linie gegen die Macht der Banken und das sicher zu Recht, wenn man sich den Artikel „Warum Banken weltweit unter Manipulationsverdacht stehen“ in der FTD durchliest.

Aber es darf nicht bei Occupy allein als Protest gegen die Banken bleiben. Alle Proteste in dieser Welt müssen Proteste für die 99 Prozent werden und zu gemeinsamen Überlegungen führen

  • wie diese Welt gerechter wird
  • wie wir alle in dieser Zeit überleben und lebenswert leben können
  • wie wir gemeinsam die Anforderungen der Zukunft bewältigen

Lasst nicht zu, dass die Eliten einen beliebten Kinder-Song zu ihrem umtexten:

2 x 3 macht 4
Widdewiddewitt und Drei macht Neune !!
Wir machen uns die Welt
Widdewidde wie sie uns gefällt ….

Occupy und die Empörten dieser Welt viele Bewegungen oder eine einzige …?

In der deutschen Presse wird Occupy häufig als Bewegung gegen die Übermacht der Banken dargestellt, aber Occupy ist viel mehr. Occupy ist die Fortsetzung des arabischen Frühlings, der Bewegung 15m – Democracia Real Ya in Spanien und der Protest der Menschen gegen Systeme, die sich immer weiter vom Menschen entfernen.

Demokratie und Menschenrechte sind eben Errungenschaften, an denen wir alle ständig weiterarbeiten müssen. Occupy und die Empörten dieser Welt viele Bewegungen oder eine einzige …? weiterlesen

Die Zauberei-Läden Fitch, Moodeys sowie Standard & Poor’s

Wenn ich in den letzten Wochen so die unterschiedlichen Ratings und auch Fehlgriffe der Ratingagenturen in den Nachrichten verfolge, kommt mir sofort die assoziierte Beschreibung eines lieben Menschen in den Sinn. Was sagte sie noch?

„Wenn ich die Namen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s in den Nachrichten höre, muss ich immer an die Läden in der Winkelgasse bei Harry Potter denken … Klingt doch irgendwie wie Zauberei, was die Ratingagenturen da treiben.“ Die Zauberei-Läden Fitch, Moodeys sowie Standard & Poor’s weiterlesen

Rebellion der Massen 2011?

Rebellion nennt man den offenen, teils gewaltsamen Aufstand mehrerer Personen gegen die Staatsgewalt. Seit wir Menschen die Geschichte aufzeichnen und überliefern wurden Rebellionen für die Nachwelt festgehalten. Um nur wenige zu nennen: Der Spartakusaufstand in der Antike, die Baueraufstände im Mittelalter, die französische Revolution im 18. Jahrhundert, Aufstand auf Kuba im 19. Jahrhundert, der Prager Aufstand 1945 oder etwa die Orange Revolution im Zuge der Präsidentschaftswahlen in der Ukraine 2004. Rebellion der Massen 2011? weiterlesen